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Betriebsspionage Datendiebstahl hinterlässt Spuren

| Redakteur: Matthias Back

Verwanzte Telefone, Hackerangriffe, versteckte Kameras – mit immer ausgefeilteren Methoden verschaffen sich Wirtschaftsspione Zugriff auf das Know-how deutscher Unternehmen. Schätzungen zufolge richten die Datendiebe einen Schaden von 50 Milliarden Euro im Jahr an.

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Anrufbare Wanze mit SIM Kartenhalter in Münzgröße.
Anrufbare Wanze mit SIM Kartenhalter in Münzgröße.
(Bild: Ultima Ratio)

Gerade mittelständische Firmen sind wegen ihres hohen Innovationspotenzials ein begehrtes Ziel für Späher im In- und Ausland. Die Folgen sind mitunter verheerend: Gerade kleine Firmen kann diese Form der Wirtschaftskriminalität leicht in den Ruin treiben. „Wer sich davor schützen will, sollte schon beim ersten Anzeichen Gegenmaßnahmen ergreifen“, rät Gernot Zehner, Experte für Datensicherheit und Lauschabwehr bei Ultima Ratio. In vielen Fällen gibt es nämlich schon frühzeitig Hinweise, die auf die Machenschaften von Spionen hindeuten.

In vielen mittelständischen Firmen fehlt trotz alarmierender Fakten ein waches Bewusstsein für die Risiken von Industriespionage. Wer sich aber in relativer Sicherheit wähnt, wird zu einem leichten Ziel: Durch unzureichend geschützte IT-Netze und lückenhafte Sicherheitskonzepte werden Kriminellen Tür und Tor geöffnet. Dabei belegen Studien, dass fast die Hälfte aller deutschen Firmen durch Datendiebstahl bedroht ist.

„Ein weiteres Problem ist, dass das Frühwarnsystem bei Betroffenen nicht schnell genug anspringt“, weiß Gernot Zehner. „Viele Unternehmer tun sich schwer, die ersten Symptome einer Industriespionage zu erkennen. Aus Furcht, paranoid zu wirken, ignorieren sie daher viele Warnsignale. Und verpassen so die Chance, den Spähern frühzeitig das Handwerk zu legen.“ Der Experte nennt daher die fünf wichtigsten Anhaltspunkte, die Unternehmer unbedingt stutzig machen sollten:

1. Betriebsinterna gelangen in die Öffentlichkeit

Nicht jeder Spion geht sorgfältig mit seinen erbeuteten Informationen um: Betriebsinterna, die plötzlich in der Branche kursieren, Details zu neuen Entwicklungen oder Strategien, die auf unerklärliche Weise in Umlauf geraten sind – solche seltsamen Vorkommnisse sollten unbedingt aufgeklärt werden, rät Gernot Zehner: „Wer von Dritten – Mitbewerbern, Geschäftsfreunden oder aus den Medien – auf einmal interne Details über seine eigene Firma erfährt, kann definitiv davon ausgehen, dass es irgendwo ein Datenleck gibt.“

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