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Laborautomation Dosieren mit System – Partnerschaft schafft Synergien in der Laborautomatisierung

Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Höchste Präzision auf engstem Raum – so lauten die derzeitigen Anwenderanforderungen aus den Laboren. Wie Systempartnerschaften in der Laborautomation hier zu Lösungen führen können, zeigt ein Beispiel aus dem automatisierten Liquid Handling.

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Abb. 1: Kompakte Bauweise: Beim Mini-H-Portal bewegen sich die Probengefäße anstatt der Nadel. Dadurch reduziert sich das Rückvermischungsrisiko. (Bild: Festo)
Abb. 1: Kompakte Bauweise: Beim Mini-H-Portal bewegen sich die Probengefäße anstatt der Nadel. Dadurch reduziert sich das Rückvermischungsrisiko. (Bild: Festo)

Zur wichtigsten und zugleich wettbewerbsfähigsten Voraussetzung in der Laborautomation zählt das Anbieten von platzsparenden Lösungen. „Jeder Meter im Labor ist teuer“, berichtet Peter Jaschke, verantwortlich für Medlab Business Development bei Festo. Möglichst kompakte sowie äußerst präzise Systeme werden deshalb die Zukunft im Labor prägen. Bereits heute sind im Liquid Handling Applikationen, die den Menschen beim Dosieren von Flüssigkeiten unterstützen, unentbehrlich. Festo bietet hierfür ready-to-install Handling- und Positioniersysteme für maximale Präzision und Produktivität sowohl für unsterile Arbeitsplätze als auch für Reinräume an. Für alle Einzelschritte innerhalb des betreffenden Liquid-Handling-Prozesses werden den Kunden verlässliche, sichere GLP-konforme Produkte geliefert. Die richtige Auslegung sollte dabei stets die Prozesssicherheit gewährleisten.

Das Feld der Miniaturisierungstechnologien ist bereits heute in Produkten und Systemen der Automatisierungstechnik nutzbar. Die zentrale Rolle, die die Mikrosystemtechnik als Schlüsseltechnologie in Medizintechnik und Laborautomation einnimmt, wird erst durch die Integration von Sensorik, Aktorik und Prozessorik zu intelligenten Komplettsystemen mit hocheffizienten Parallelprozessen, verdeutlicht.

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Bei hochkomplexen Anlagen in der Laborautomatisierung stehen viele Firmen enormen Herausforderungen hinsichtlich der Steigerung der Probenzahldichte sowie Miniaturisierung der Probenmengen gegenüber. Miniaturventile bieten hier eine über dreimal höhere volumenspezifische Leistung als herkömmliche Ventile. Der Aufbau in einer Miniaturventilinsel ermöglicht die Ansteuerung kleiner Antriebe auf engstem Raum und eine Installation sogar auf bewegten Komponenten.

Neben den vielfältigsten Branchen, in denen das schwäbische Unternehmen bereits seit einigen Jahren ausreichend Erfahrung gesammelt hat, wie die Fabrikautomation, ist die Prozessautomatisierung in Verbindung mit der Laborautomation ein Geschäftsfeld, in dem die Kernkompetenzen von Festo künftig verstärkt ausgebaut werden. Dabei sind enge Partnerschaften von zentraler Bedeutung. Festo ist u.a. Value Partner in einem vom BMBF geförderten Spitzencluster namens „MicroTEC Südwest“. Dieses stellt Europas höchste Konzentration an Mikrosystemtechnik-Kompetenzen entlang der Innovations- und Wertschöpfungskette dar und unterstützt den Global Player zugleich, kundenorientierte Lösungen zu generieren. Außerdem besteht eine langjährige Kooperation von Festo und Zinsser Analytic auf dem Gebiet des Probenhandlings im Labor. „Mit Festo arbeiten wir schon seit Jahren erfolgreich zusammen. Eine solch vertrauensvolle Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg“, meint Werner Zinsser, CEO von Zinsser Analytic. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Probensammler µFracs (s. Abb. 2). Der vollautomatisierte Fraktionsssammler kommt nach einer vorher erfolgten Auftrennung von Flüssigkeitsgemischen z.B. durch HPLC bei der Aufteilung der einzelnen Fraktionen in kleine Reagenzgläser oder in Mikrotiterplatten zum Einsatz. Dabei werden kleinste Fraktionen direkt in 384-er- oder 96-er-Mikroplatten abgegeben. Der integrierte automatische Plattenstapler hält zehn Platten bereit. So können ohne Unterbrechung bis zu 3840 Fraktionen automatisch gesammelt werden. Die Empfangsplatte wird dabei immer präzise in X- und Y-Richtung verschoben.

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