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Reinstwasser Flaschenhals Reinstwasser – HPLC-Interferenzen minimieren

| Autor / Redakteur: Julie Akana* / Olaf Spörkel

Ob Massenspektrometrie, Gaschromatographie oder HPLC – kaum eine Analysemethode kommt ohne Wasser aus. Wie die Wasserreinheit die HPLC beeinflusst, wo die Ursprünge von organischen Verunreinigungen im Wasser liegen und welche Technologien mit welcher Wirksamkeit eingesetzt werden können, um diese zu entfernen, lesen Sie in diesem Artikel.

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Abb. 1: Das Reagenzwassersystem Barnstead Nanopure UV von Thermo Fisher Scientific liefert Typ-I-Reinstwasser, das auch für organische Analysen geeignet ist.
Abb. 1: Das Reagenzwassersystem Barnstead Nanopure UV von Thermo Fisher Scientific liefert Typ-I-Reinstwasser, das auch für organische Analysen geeignet ist.
( Bild: Thermo Fisher Scientific )

Wasser ist der am häufigsten verwendete Reagenzstoff im Analyselabor. Es wird täglich für die Produktion von Puffern, Laborreagenzien, Kalibrierungsstandards, Instrumentenrohlingen, Kulturmedien und Probenlösungen eingesetzt. Insbesondere die Nutzung von hochreinem Wasser ist für jede wissenschaftliche Anwendung, sowohl im akademischen und pharmazeutischen Bereich als auch in der Kosmetik- und Lebensmittelbranche unverzichtbar. Reinstwasser kann als Wasser definiert werden, das keine Stoffe enthält, die Labormethoden, Reagenzien oder Standards potenziell beeinträchtigen. Aufgrund der großen Mengen an Wasser, die bei zahlreichen Versuchsmethoden verwendet werden, einschließlich der Probenvorbereitung, der Flüssigkeits- und der Gaschromatographie sowie der Massenspektrometrie, spielt die Verfügbarkeit von Reinstwasser eine entscheidende Rolle.

Auswirkung von Verunreinigungen auf die HPLC

Die Detektionsgrenzen moderner Labor-instrumente, wie z.B. der induktiv gekoppelten Plasmaspektrometrie/Massenspektrometrie (ICP/MS), der Gaschromatographie/Massenspektrometrie (GC/MS), der HPLC sowie von Fluoreszenzanwendungen, liegen im ppt-Bereich (parts per trillion) oder darunter. Bei diesen Werten ist das Risiko einer Interferenz besonders hoch. Das Auftreten organischer Spurenverbindungen im Reinwasser stellt in vielen Laboren zunehmend ein Problem dar. Es kann sich auf die Auflösung und die Integration auswirken, zu Ghost-Peaks führen, die stationäre Phasenselektivität ändern und sich auf Grundlinien auswirken. Die Umkehrphasen-HPLC wird in Analyselaboren zur Identifizierung und Quantifizierung organischer Verbindungen eingesetzt. Es ist also zwingend erforderlich, dass organische Kontaminanten hier auf ein Minimum reduziert bzw. eliminiert werden, damit Forscher präzise Versuchsergebnisse erzielen können.

Bildergalerie
  • Seite 2: So vermeiden Sie nicht-organische Kontaminanten
  • Seite 3: Wie wirken sich Wasserfilter auf das Chromatogramm aus?

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