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VOC, VVOC und SVOC in Innenräumen

Flüchtige organische Verbindungen automatisiert überwachen

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Entwicklung von Lösungen für die Thermodesorption

Bei der Entwicklung geeigneter thermodesorptionsbasierter Analysensysteme habe sich das Unternehmen vor allem an der Bestimmung von schwerflüchtigen organischen Verbindungen (SVOC) orientiert. „Um zu verhindern, dass Analyten während der Analyse kondensieren und damit verloren gehen oder verschleppt werden können, legen wir bei unseren Lösungen Wert auf kurze, gut beheizte, ventillose Probenwege“, erklärt Kurt Thaxton. Hierauf ließe sich zum Beispiel die Entwicklung des Kalt-Aufgabe-Systems (KAS) zurückführen, der weltweit am meisten eingesetzte PTV-Injektor. Wie der Experte erklärt, ermöglicht das KAS, sämtlich in einer Probe enthaltenen flüchtigen organischen Verbindungen auszufrieren, in Gänze anzureichern und ohne Verluste auf das GC/MS-System zu überführen. Auf diese Weise gelinge die Bestimmung auch unbekannter Chemikalien, die aus Materialien emittieren und die sich oft als Schlüssel bei der Diagnose von Problemen mit Materialemissionen erweisen. Bei Verwendung von auf Adsorbentien basierten Fallen, sagt Kurt Thaxton, wäre die verlustfreie Wiederfindung unbekannter, chemisch aktiver Analyten nicht gewährleistet.

Neuentwicklung setzt neue Maßstäbe

Normstiftende Organisationen richteten ihr Augenmerk zunehmend darauf, Werkstoffe in mikro-skalierten Messkammern [2] zu untersuchen, um schnell Auskunft über eine mögliche VOC/SVOC-Kontamination zu erhalten, schildert Kurt Thaxton. Zudem seien der Einsatz herkömmlicher Prüfkammern sowie Messungen in geschlossenen Wohn-, Büro oder Autoinnenräumen in der Regel überaus zeit- und kostenintensiv. „Um Organisationen wie die ISO oder ASTM zu unterstützen, haben wir unsere Produktpalette für die Thermodesorption um den TD 3.5+ erweitert“, berichtet der Experte weiter. Der TD 3.5+ erlaube etwa den Einsatz von 3,5-Zoll-TD-Röhren, die häufig in Standardmethoden verlangt werden. Das Pluszeichen symbolisierte ein erweitertes Leistungsspektrum:

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„Die Gerstel-Plus-Röhrchen nehmen 20 Prozent mehr Sorbensmaterial auf, als es herkömmlicherweise möglich ist.“ Diese erhöhte Kapazität biete ein Plus an Sicherheit und helfe, die Wiederfindung sehr flüchtiger Stoffe (VVOCs) zu steigern. Gegenüber anderen Thermodesorbern, die für die Handhabung von 3,5-Zoll-Röhrchen ausgelegt sind, zeichne sich der TD 3.5+ durch das Design der beheizten Zone aus: Das TD-Röhrchen wird bis ans Ende beheizt. „Das macht es möglich“, schildert Kurt Thaxton, „einerseits Röhrchen mit größeren Adsorbens-Mengen einzusetzen und andererseits Analyten verlustfrei wiederzufinden, da es keine kalten Stellen gibt, an denen Analyten verloren gehen oder verschleppt werden können.“

Großes Spektrum für die Analyse von VOC/SVOC

Obwohl die thermische Desorption ein Schwerpunkt der Standardisierung und Normierung der Messung von Materialemissionsstandards ist, werden auch andere Techniken weithin verwendet, etwa die Headspace-Analyse aus Gas-Sampling-Beuteln (z.B. Tedlar-Bags), die Festphasenmikroextraktion (SPME) von Fehlgerüchen oder auch die Pyrolyse-GC/MS zur Identifizierung von Polymeren und darin enthaltener Additive.

Mehr und mehr rücke zudem auch die dynamische Headspace (DHS) von kleinen beziehungsweise ganzen Prüfkörpern in mikroskalierten Messkammern in den Fokus, berichtet Kurt Thaxton, mit denen sich Emissionsprozesse auf kleinstem Raum und in kurzer Zeit erfolgreich simulieren und bewerten lassen. „Hier bietet sich die Gerstel-DHS-3.5+ als sinnvolle Ergänzung zur TD 3.5+ an, etwa als effektive Lösung bei der zeitaufgelösten Aufzeichnung von VOC/SVOC-Emissionen, sagt der TD-Experte.

Literatur:

[1] www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/355/dokumente/agbb-bewertungsschema_2015_2.pdf (22.10.2017)

[2] www.laborpraxis.vogel.de/damit-moebel-keine-gifte-ausduensten-a-617865/ (22.10.2017)

[3] Wikipedia (26.10.2017)

* G. Deußing: Redaktionsbüro Guido Deußing, 41464 Neuss

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