Gehörknöchelchen im Röntgenlicht (Wissenschaftsbild des Tages)
Forschende der Texas A&M University haben eine Methode entwickelt, die den alters- oder krankheitsbedingten Rückgang der zellulären Energieproduktion stoppt oder gar umkehren könnte. Denn mithilfe mikroskopischer „Nanoflowers“ werden Stammzellen dazu angeregt, etwa doppelt so viele Mitochondrien zu bilden.
Diese „mitochondriale Biofabriken“ übertragen zwei- bis viermal mehr Mitochondrien auf benachbarte geschädigte oder gealterte Zellen als unbehandelte Stammzellen. Die Empfängerzellen stellen ihre ATP Produktion und Funktion wieder her und widerstehen sogar Chemotherapie-bedingtem Stress und das ohne Gentherapie oder Medikamente.
Die Arbeit eröffnet damit neues Potenzial gegen Alterung, Herz- und neurodegenerative Erkrankungen und könnte in verschiedenen Geweben einsetzbar sein (z. B. Herz, Skelettmuskel). Ein langfristiges Ziel ist es, die natürliche Erneuerung von Mitochondrien therapeutisch nutzbar zu machen.
Das Bild zeigt eine mikroskopische Aufnahme, die veranschaulicht, wie Nanoblüten (weiß) gesunden Zellen (gelb) helfen, energieproduzierende Mitochondrien (rot) an benachbarte Zellen zu übertragen. Die Zellkerne sind blau angefärbt.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 27.11.2025 (Bild: Dr. Akhilesh K. Gaharwar)

