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Ionenchromatographie

GHB und GBL in Getränken simultan durch Ionenchromatographie bestimmen

19.03.2010 | Redakteur: Ilka Ottleben

Der Nachweis von GHB und GBL in Getränken erfolgt mittels Ionenchromatographie und anschließender photometrischer Detektion.
Der Nachweis von GHB und GBL in Getränken erfolgt mittels Ionenchromatographie und anschließender photometrischer Detektion.

Metrohm hat eine neue Ionenchromatographie-basierte Methode entwickelt, mit der sich Gamma-Hydroxybutyrat und Gamma-Butyrolacton simultan in Getränken nachweisen lassen.

Die Zahl der Delikte, bei denen die Opfer zunächst mittels mit psychoaktiven Substanzen versetzten Getränken betäubt und dann Opfer von sexuellen Übergriffen werden, steigt. Meist handelt es sich bei diesen Substanzen um Gamma-Hydroxybutyrat (GHB) bzw. dessen Vorläufer Gamma-Butyrolacton (GBL). Metrohm hat nach eigenen Angaben eine zuverlässige und einfache Methode entwickelt, mit der beide Stoffe simultan in einer einzigen Analyse bestimmt werden können. Der Nachweis von GHB und GBL in Getränken erfolgt mittels Ionenchromatographie und anschliessender photometrischer Detektion. Im Mengenbereich von 10 bis 200 mg/L ergeben sich dabei für GHB und GBL auf Kalibrierkurven mit fünf Punkten Korrelationskoeffizienten von 0,9998 bzw. 0,9997. In Experimenten, in denen sowohl alkoholische wie auch nicht-alkoholische Getränke mit GHB und GBL versetzt wurden, zeigten sich keinerlei Matrixeffekte. Die von Metrohm entwickelte Methode erlaubt es die GHB-GBL-Interkonversion zu verfolgen und zwar sowohl in Form von in-vivo oder in-vitro Lacton-Spaltung wie auch in Form von zwischenmolekularer GHB-Veresterung. Damit erfüllt die Methode die Anforderungen der Strafverfolgungsbehörden.

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