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Europas Chemie-Industrie abgehängt? Größerer Kuchen, kleinere Stücke: Der Anteil der EU-Chemie am Weltmarkt schrumpft

| Redakteur: Dominik Stephan

Der Klassenprimus ist abgehängt: China lässt die EU-Chemie weit hinter sich. Der Weltmarkt für Chemikalien wuchs in den vergangen zwei Jahrzehnten von 361 Milliarden Euro 1998 auf über 563 Milliarden Euro 2018, doch Europas Anteil schrumpfte im gleichen Zeitraum von 33 % auf 17 %.

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Der Markt für Chemikalien wächst, doch der Anteil de EU schrumpft beständig
Der Markt für Chemikalien wächst, doch der Anteil de EU schrumpft beständig
(Bild: Cefic)

Zwar ist die EU immer noch der zweitgrößte Chemieproduzent der Welt (noch vor Nordamerika), doch produziert China mehr als die doppelte Menge. Immerhin: Das Exportsaldo der „alten Welt“ gibt Grund zum Optimismus. Besonders Polymere und Feinchemie bleiben gefragt, zeigen aktuelle Daten des europäischen Chemieverbandes Cefic.

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Der neue König kommt aus dem Reich der Mitte: Die Volksrepublik hat sich binnen eines Jahrzehnts von 18,2 % des Weltmarktes (2008) auf fast 36 % hochgearbeitet. Heute übertrifft der Absatz der Volksrepublik die zwei nächst größten Märkte (die EU und der Nafta-Raum inklusive der USA) zusammen. Heute hat die EU einen Anteil von etwa 20 % am internationalen Chemikalienexport, wobei der Löwenanteil der Produktion auf fünf Länder (Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Spanien) entfällt.

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