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Cucurbit aphid-borne yellows virus Gurken in Gefahr: Gurkenvirus erstmals in Deutschland entdeckt

| Autor / Redakteur: Dr. Manuela Schüngel* / Dr. Ilka Ottleben

Gurken, Zucchini und Kürbis sind nun auch in Mitteleuropa in Gefahr. Forscher haben das im Mittelmeerraum verbreitete „Gurkenvirus“ Cucurbit aphid-borne yellows virus erstmals in Deutschland nachgewiesen. Das Virus kann zu erheblichen Ernteeinbußen führen. Übertragen wird es durch Blattläuse.

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Das „Gurken-Virus“ Cucurbit aphid-borne yellows virus (CABYV) wurde 1988 in Frankreich entdeckt und infiziert Kürbisgewächse wie Gurken, Zucchini oder Kürbis. Eine Infektion geht mit teils massiven Ernteeinbußen einher. (Symbolbild)
Das „Gurken-Virus“ Cucurbit aphid-borne yellows virus (CABYV) wurde 1988 in Frankreich entdeckt und infiziert Kürbisgewächse wie Gurken, Zucchini oder Kürbis. Eine Infektion geht mit teils massiven Ernteeinbußen einher. (Symbolbild)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Braunschweig – Der Pflanzenvirologe Dr. Wulf Menzel vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Braunschweig hat zusammen mit Kollegen aus Nürnberg und Freising erstmals das „Gurkenvirus“ Cucurbit aphid-borne yellows virus (CABYV) in Deutschland isoliert.

Ernteausfälle von bis zu 50 Prozent

Im Sommer 2019 berichteten zahlreiche bayerische Landwirte, dass ihre Gurkenpflanzen mit einer nicht bekannten Krankheit infiziert waren. In den meisten Beständen lag die Infektionsrate bei 90 Prozent. Insgesamt sank der Ernteertrag um bis zu 50 Prozent. Die serologischen und molekularen Untersuchungen wiesen zweifelsfrei eine Infektion mit CABYV nach.

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Gurkenvirus: Cucurbit aphid-borne yellows virus

Der Cucurbit aphid-borne yellows virus wurde 1988 in Frankreich entdeckt und infiziert Kürbisgewächse wie Gurken, Zucchini oder Kürbis. Eine Infektion führt u.a. zu Chlorophyllmangel und Blattverdickung und geht mit teils massiven Ernteeinbußen einher. Das Virus wird von Blattläusen übertragen und ist im Mittelmeerraum verbreitet.

Etablierung des Virus auch in Mitteleuropa erwartet

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich CABYV auch in Ländern von Mitteleuropa etablieren wird. „In der Zwischenzeit wurde das Virus auch beispielsweise in der Slowakei und Polen entdeckt“, stellt Dr. Wulf Menzel von der DSMZ fest.

„Da die Blattläuse die das Virus übertragen sowie natürliche Überwinterungswirte (verschiedene Unkräuter) des Virus bei uns heimisch sind, ist davon auszugehen, dass das Virus auch im nächsten Jahr die Bestände der Kürbisgewächse in Deutschland und weiteren Ländern im nördlicheren Europa bedrohen wird.“ Daher empfiehlt der Pflanzenvirologe effektive Präventionsmaßnahmen beim Anbau von Gurken und Co. im Gewächshaus, wie beispielsweise die Verhinderung von Blattlausbefall.

Originalpublikation: Menzel W, Maeritz U, Seigner L, 2020. First report of Cucurbit aphid-borne yellows virus infecting cucurbits in Germany. New Disease Reports 41, 1.

* Dr. M. Schüngel: Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, 38124 Braunschweig

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