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Helmholtz-Zentrum Berlin Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie gegründet

Redakteur: Olaf Spörkel

Das Hahn-Meitner-Institut (HMI) und die Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung m.b.H. (BESSY) fusionierten jetzt zum Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB).

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Berlin – „Spitzenforschung braucht exzellente Rahmenbedingungen. Mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HBZ) haben wir ein international konkurrenzfähiges Forschungszentrum geschaffen. So erwarten wir etwa für die Weiterentwicklung von Solarzellen entscheidende Impulse“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Thomas Rachel anlässlich der Gründungsveranstaltung am 28. Januar.

Mit dem neuen Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie wird es in Deutschland eine Einrichtung geben, die zum Nutzen der Wissenschaft eine Neutronen- und Synchrotronstrahlungsquelle aus einer Hand entwickelt und betreibt. Mehr als 2000 Nutzer jährlich sollen so aus Hochschulen, anderen Forschungseinrichtungen sowie der Industrie in Deutschland und weltweit auf einzigartige Experimentiermöglichkeiten zugreifen können. Mit der Strategie sieht sich das HZB in einer Reihe mit anderen bedeutenden Forschungseinrichtungen in Europa: dem science campus mit dem Institut Laue-Langevin, der ESRF und dem EMBL in Grenoble, den Rutherford Laboratories in Großbritannien und dem Schweizer Paul-Scherrer-Institut. Zusätzlich verfügt das Berliner Zentrum über einen starken Forschungsbereich Photovoltaik. Die Wissenschaftler dieses Forschungsbereiches werden ebenfalls vom einfacheren Zugang zu den Großgeräten profitieren. Das Zentrum startet mit einem Jahresetat von etwa 100 Millionen Euro und ca. 1100 Mitarbeitern an den beiden Standorten Berlin-Wannsee und Adlershof. Der Bund wird 90 Prozent der Zuwendungen tragen, das Land Berlin zehn Prozent. Dazu kommen noch etwa zehn Millionen Euro, die das HZB jährlich an Drittmitteln einwirbt.

Forschung in Deutschland

Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft sagt: „Die Fusion war eine sachorientierte Entscheidung, die die Wissenschaft insgesamt voranbringt. Dabei hat sich die Leibniz-Gemeinschaft konstruktiv eingebracht und gezeigt, dass es hier nicht um Besitzstände geht, sondern darum, die Arbeitsmöglichkeiten für die Forschung in Deutschland weiter zu verbessern.“

„Die Entwicklung einer sicheren und kostengünstigen Energieversorgung, die unsere Umwelt nicht belastet, ist eine herausragende Aufgabe für Forschung und Technologie in unserer Gesellschaft“, ergänzt Wolfgang Eberhardt, der für den Energiebereich zuständige Geschäftsführer. „Mit den Entwicklungen von effizienten und kostengünstigen Dünnschicht-Solarzellen aus Silizium und anderen Materialien können wir wesentliche Beiträge zur Lösung dieser wichtigen Probleme leisten.“

Zukünftige Projekte des Helmholtz-Zentrums Berlin

Die wichtigsten aktuellen Projekte des HZB sind nach eigenen Angaben: der Bau eines 25 Tesla-Hochfeldmagneten für die Untersuchung magnetischer Materialien mit Neutronenstreuung in Wannsee und der Aufbau des Kompetenzzentrums für Dünnschicht-Photovoltaik in Adlershof und die Vorbereitung einer Synchrotronstrahlungsquelle der nächsten Generation am Standort Adlershof.

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