Hitzestress in Pflanzen (Wissenschaftsbild des Tages)
Wissenschaftler des John Innes Centre haben Weizen mit übergroßen Stärkekörnern gezüchtet. Diese könnten gesündere, langsamer verdauliche Produkte wie Pasta und Brot ermöglichen.
Normalerweise enthält Stärke ein Gemisch aus großen, flachen A-Körnern und kleinen, kugelförmigen B-Körnern. Die Korngröße beeinflusst stark, wie wir Stärke verdauen: Größere Körner verdauen langsamer, weil Verdauungsenzyme weniger Oberfläche zum Angreifen haben. Diese resistente Stärke wirkt wie Ballaststoffe und vermeidet die plötzlichen Blutzuckerspitzen, die mit Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit verbunden sind.
Elektronenmikroskopische Aufnahmen wie die obige zeigten, dass die transgenen Weizenpflanzen der Forscher A-Stärkekörner von bis zu 50 Mikrometern Größe produzierten – mehr als doppelt so groß wie die typischen 20 Mikrometer. Über die Hälfte der Körner war 30 Mikrometer groß (bei normaler Weizenstärke erreichen nur 6 Prozent diese Größe).
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Wissenschaftsbild des Tages vom 14.7.2026 (Bild: John Innes Centre)

