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Investition IKA eröffnet neues Application Center

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mit den Kunden praktisch an Lösungen arbeiten – unter diesem Motto hat IKA am 5. Mai 2011 sein neues Application Center eröffnet. Auf 400 rund Quadratmetern sollen hier in Zukunft Methoden entwickelt, neue Gerätegenerationen getestet und Schulungen durchgeführt werden. Das Unternehmen hat in das Application Center 1,5 Millionen Euro investiert.

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Im neuen Application Center von IKA können auch Kundenschulungen durchgeführt werden. (Bild: IKA)
Im neuen Application Center von IKA können auch Kundenschulungen durchgeführt werden. (Bild: IKA)

Staufen – Im neuen Application Center werden gemeinsam mit Interessenten und Kunden Verfahren zum Rühren, Schütteln, Dispergieren, Mahlen, Heizen, Analysieren und Destillieren erprobt. Zudem erweitert es die Möglichkeiten, eigene Geräte zu testen und neue Modelle zu entwickeln. „Schon immer hat IKA bei der Entwicklung neuer Geräte eng mit Kunden zusammen gearbeitet“, sagt IKA-Inhaber und Geschäftsführer René Stiegelmann. „Das Application Center bietet jetzt noch mehr Raum und Möglichkeiten, Laborgeräte und Verfahren zu testen und zu verbessern“. Das mit neuester Technik ausgestattete Application Center ist knapp 400 Quadratmeter groß.

Schulungen und Methodenentwicklung

Ein Labor mit angegliedertem Besprechungsraum ermöglicht Anwendern gemeinsam mit IKA-Spezialisten Proben zu bearbeiten. Egal ob für die richtige Probenvorbereitung oder zur Erprobung eines neuen Herstellungsverfahren – der Kunde möchte sicher gehen, dass das Verfahren funktioniert, bevor er in Geräte und Maschinen investiert“, erklärt Daniela Dockweiler, die Leiterin des Application Centers. „Wir stellen die Geräte und dokumentieren die Versuche computergestützt.“ Aus dem großen Produktprogramm von IKA können kundenspezifische Verfahren mit den IKA-Geräten erarbeitet werden. Zwei begehbare Sicherheitsabzüge stehen zur Verfügung, in welchen auch die ersten Schritte zur Pilotanlage ablaufen können. Daneben werden im Appilcation Center auch eine Reihe von Seminaren stattfinden.

Tests in Laborsituationen

Im daran anschließenden zweiten Bereich des Application Centers müssen Geräte in verschiedenen Entwicklungsstadien zeigen, ob und wie sie die Anforderungen der täglichen Arbeit erfüllen. Gleichzeitig werden auf den 210 Quadratmetern Geräte auch nach der Produkteinführung immer wieder in realistischen Laborsituationen getestet. „Das ist praktisch unser Elchtest“, sagt Dockweiler. „Ständig entstehen in Industrie und Forschung neue Einsatzgebiete für unsere Geräte – da wollen wir sicher gehen, dass sie auch unter diesen Bedingungen unseren Qualitätsansprüchen genügen.“ Im R&D Lab schließlich prüft die achtköpfige Labormannschaft erste Muster und Ideen aus der eigenen Entwicklungsabteilung und fährt Machbarkeitsstudien.

Insgesamt flossen 1,5 Millionen Euro in den Umbau und die Ausstattung des Application Center. Die Kombination aus Leuchten und Lüftung gehört zum Modernsten und sorgt für ein sicheres Arbeiten ohne Zug. Die Klimatisierung garantiert eine konstante Labortemperatur von 22 Grad – Voraussetzung für reproduzierbare Versuche. Für seine Testreihen verfügt das Application Center über eine Anbindung an das automatisierte Lager. Die modernen Abzüge bieten sicheres Arbeiten auch mit schwierigen Proben.

Begleitprozess vom Labor- bis in den Industriemaßstab

Für IKA beginnt damit eine neue Ära der Kundennähe. Schon mit der Applikationsdatenbank auf der Website und dem großen Showroom in Staufen habe man die Auswahl des richtigen Geräts enorm erleichtern können. „Jetzt können wir die Geräte nicht nur vorführen, sondern auch zeigen wie sie die spezifischen Aufgaben des jeweiligen Kunden in der Praxis bewältigen“, schwärmt Dockweiler. „Sozusagen eine Probefahrt de Luxe“. Zusammen mit der Bereitstellung sogenannter Piloten, Maschinen zwischen Labor- und Industriemaßstab, könne IKA seine Kunden von der Idee über die Laborphase bis zur industriellen Produktion beraten und begleiten.

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