Kein Sex, keine Evolution (Wissenschaftsbild des Tages)
Forscher der University of Cambridge haben anhand von Fossilien aus dem kanadischen Neufundland untersucht, warum sich das Tierleben nach seinem ersten Auftreten für Millionen von Jahren kaum veränderte. Ihre Erklärung: Die frühen Tiere vermehrten sich ausschließlich ungeschlechtlich, ähnlich wie heutige Erdbeerpflanzen über Ausläufer. Das begrenzte den Wettbewerb zwischen Gruppen und bremste so die Evolution. Erst als Stress und Konkurrenz um Nährstoffe zunahmen, entwickelte sich die Geschlechtsfortpflanzung – und die Artenvielfalt explodierte.
Die künstlerische Illustration oben zeigt eine Tiergemeinschaft des Edicariums – jener erdgeschichtlichen Periode vor 635 bis 539 Millionen Jahren, in der die ersten Tiere auf der Erde erschienen. Sie sahen eher wie Farne aus als wie Tiere, hatten weder Münder noch Organe und nahmen Nährstoffe vermutlich direkt aus dem Wasser auf.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 18.6.2026 (Bild: Hugo Salais)

