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Mykotoxine

Keine Chance für Mykotoxine

| Autor/ Redakteur: GUIDO DEUßING* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Mykotoxine in Lebens- und Futtermitteln zu bestimmen, ist heute gang und gäbe, nicht aber, so scheint es, die gesamte Analysenprozedur zu automatisieren. Wie umfangreich und effizient dies möglich ist, zeigt der nachfolgende Beitrag.

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1 Gerade bei Pflanzen wie Mais, Reis oder Getreide entsteht gefährlicher Schimmel.
1 Gerade bei Pflanzen wie Mais, Reis oder Getreide entsteht gefährlicher Schimmel.
(Bild: © Budimir Jevtic - Fotolia.com)

Mykotoxine sind von Schimmelpilzen (z.B. Aspergillus [Aflatoxine], Penicillum [Ochratoxin A] oder Fusarium [Trichothecene, Fumonisine, Deoxynivalenol und Zearalenon]) gebildete Stoffwechselprodukte, die aufgrund ihrer Giftigkeit (Toxizität) in Lebens- und Futtermitteln unerwünscht sind. Sie sind für Menschen selten akut gesundheitsschädigend, sie können jedoch Krebs hervorrufen und das Erbgut schädigen. Mykotoxine unterliegen daher strengen Höchstwertregelungen [1].

Den Ausführungen des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist prinzipiell nichts hinzuzufügen. Vielleicht wäre es sinnvoll zu erwähnen, dass sich ein Aufkeimen von Schimmelpilzen nicht wirklich verhindern lässt und dass stets damit zu rechnen ist, in landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die gelagert oder verarbeitet werden, auf Mykotoxine zu stoßen. Diesen Gedanken konsequent weiter geführt: Mykotoxine können auch in Milch, Eier und Fleisch gelangen, wenn kontaminiertes Futter, etwa Getreideerzeugnisse, an Nutztiere verfüttert wird.

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Da sich, auf den Punkt gebracht, eine Belastung mit Mykotoxinen und die da-raus resultierenden Konsequenzen gemäß der vorangehenden Ausführung nie ganz verhindern lassen, sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die ein mögliches Gesundheitsrisiko für den Verbraucher minimieren helfen. Die instrumentelle Analytik erweist sich im Kontext eines aktiven Verbraucherschutzes als tragende Säule.

„Ein wichtiges Instrument zur Identifizierung und Quantifizierung von Mykotoxinen in Lebens- und Futtermitteln ist die HPLC in Kombination mit der mehrdimensionalen massenselektiven Detektion (MS/MS)“, wie der Applikationsexperte Dr. Oscar G. Cabrices von der Gerstel Inc. in Baltimore, Maryland/USA sagt.

Gemeinsam mit Kollegen entwickelte Dr. Cabrices eine HPLC-MS/MS-Methode einschließlich der vollständig automatisierten Probenvorbereitung zum Nachweis von 14 Mykotoxinen aus agrarbasierten Matrices. Im Zuge der Methodenentwicklung wurden Mais und Weizenproben mit den nachfolgend beschriebenen Zielanalyten dotiert und untersucht: Aflatoxin B1, B2, G1 und G2; Ochratoxin-A, Fumonisin B1, Neosolaniol, Diacetoxyscirpenol, HT-2 Toxin, T-2 Toxin, Zearalenon, Deoxynivalenol, 3-Acetyldeoxynivalenol und Fusarenon-X [2].

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