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Wie viel Zeit bleibt den Korallen im Flachwasser?

Klimawandel lässt Riffe erbleichen

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Baufortschritt am Meeresgrund

Riffe entstehen nur dort, wo der Meeresgrund felsig-fest ist. Meist siedeln sich an diesen Stellen gleich sehr viele Riffbaumeister an: die Steinkorallenlarven. Denn derartige Grundstücke sind rar. Die Larven zementieren zuerst ein winziges Stück Fußboden unter sich und ziehen dann eine Art kalkigen Becher um sich herum hoch. Je nach Korallenart und Umweltbedingungen wächst diese Riffbasis nun pro Jahr einige Millimeter bis Zentimeter in die Höhe und verzweigt sich.

Geschäftiges Treiben in der Korallenstadt

Leinfelder vergleicht Riffe gern mit geschäftigen Metropolen, denn es gibt viele Gemeinsamkeiten. Einzellige Algen ziehen als Untermieter in die Korallenhochhäuser ein und versorgen sie mittels Photosynthese dezentral mit Solarenergie. Seitlich entstehen Algenfelder, auf denen pflanzenfressende Fische und Seeigel als Gärtner werkeln und Wildwuchs verhindern. So entstehen auch üppige „Gemüsemärkte“.

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Weitere Kunden sind fleischfressende Fische, von denen viele auch nur als Pendler von Zeit zu Zeit am Riff vorbeischauen. Putzer- Garnelen stehen bereit, um danach deren Zähne zu reinigen. Schwämme, Muscheln und weiteres Getier arbeiten als Klärwerker: Sie halten das Wasser am Riff sauber, indem sie es filtrieren und sich dabei von den feinen organischen Partikeln ernähren. Einsiedlerkrebse und andere Krustentiere erledigen die Müllabfuhr.

Und sogar Abrissunternehmer gibt es: Bohrschwämme zerlegen abgestorbene Korallenteile und räumen so begehrte Grundstücke wieder frei. Diese werden sogleich von Kalk-Rotalgen zementiert, den Mörtelmeistern, damit neue Steinkorallenlarven wieder festen Grund vorfinden.

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