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Mit molekularem „grünen Daumen“

Live im Labor: Genome Editing als neues Werkzeug der Pflanzenzüchtung

| Autor: Dr. Ilka Ottleben

Abb. 1: Am Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Quedlinburg versuchen einige Forscher, die DNA von Kulturpflanzen wie Soja per Genome Editing gezielt zu verändern, um die „Neue Züchtungstechnik“ und mögliche Risiken wissenschaftlich zu untersuchen.
Abb. 1: Am Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Quedlinburg versuchen einige Forscher, die DNA von Kulturpflanzen wie Soja per Genome Editing gezielt zu verändern, um die „Neue Züchtungstechnik“ und mögliche Risiken wissenschaftlich zu untersuchen. (Bild: Ottleben / LABORPRAXIS)

Am Julius Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Deutschland, versucht eine junge Arbeitsgruppe, das Erbgut von Pflanzen gezielt zu verändern: Per Genome Editing. Sie wollen so auch mögliche Risiken der Technik erforschen. LABORPRAXIS hat das Team einen Tag besucht.

Er hat etwas vom Tresorraum einer Bank: Eng ist es und etwas stickig und kein Tageslicht fällt hinein. Die elektronisch gesicherte Türe verwehrt Unbefugten den Zugang. Wo in einer Bank das wertvollste Hab und Gut derer liegt, die es sicher verwahrt wissen wollen, lagern am Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen des Quedlinburger Julius Kühn-Instituts (JKI) Schätze ganz anderer Natur. Nicht in Tresoren, sondern in Kulturschränken. Dicht an dicht füllen sie den Raum bis auf den letzten Zentimeter.

Erst als Doktorandin Katharina Unkel die Türen öffnet, geben sie den Blick frei auf etwas, dessen Wert sich nicht primär in Geld sondern vielmehr in Arbeit, Wissen und Potenzial bemessen lässt: Möhren, Kartoffeln, Chicorée und Soja lagern hier. Nicht die Knollen, Bohnen & Co. sondern Hunderte kleiner Pflänzchen, grüner „Gewebeklümpchen“, winziger Ausschnitte von Blättern oder Wurzeln dieser Kulturpflanzen. Gut verschlossen in durchsichtigen Kulturgefäßen, auf milchig-weißen Nährmedien und unter künstlichem Tageslicht. Oder aber für das bloße Auge nicht sichtbar in Form einzelner Pflanzenzellen.

* Dr. I. Ottleben Redaktion LABORPRAXIS, E-Mail ilka.ottleben@vogel.de

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