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TOC-Analytik

Maßgeschneidert analysieren – TOC-Messungen in der Wasseranalytik

| Autor / Redakteur: Sascha Hupach* / Marc Platthaus

Abb. 1: Schema des Probennehmers mit Homogenisator
Abb. 1: Schema des Probennehmers mit Homogenisator (Bild: Shimadzu)

Wasser als Betriebsmittel vieler Produktionsunternehmen muss überwacht werden, um die Umwelt, aber auch die Anlagen zu schonen. Hierfür bietet sich der TOC-Parameter an. Mit maßgeschneiderten Online-Analysatoren lässt sich schnell auf Prozessauffälligkeiten reagieren.

Wasser ist eines der meist verwendeten industriellen Betriebsmittel – ob als Energieträger zum Heizen oder zum Kühlen, ob als Lösemittel, Prozesswasser, Spülwasser und vieles mehr. In vielen Anwendungen muss das verwendete Wasser überwacht werden. Dafür hat sich der Parameter TOC (Total Organic Carbon) seit Langem etabliert. In einem Analysenwert werden alle organischen Substanzen erfasst. Man schätzt die Anzahl der organischen Verbindungen auf etwa 40 Millionen. Das macht den TOC in vielen Bereichen zu einem universellen Parameter.

Kläranlagen müssen mit vielen Substanzen klar kommen

Entnimmt ein Industriebetrieb Kühlwasser aus einem Fließgewässer, um seinen Prozess oder Anlagenteile zu kühlen, wird es nachher meist wieder in das Fließgewässer zurück geleitet. Entstehen Leckagen in der Anlage, kann Wasser in das System eindringen und Bauteile zerstören oder die Produktion stören. Zudem können Substanzen aus dem Prozess in das Fließgewässer gelangen und die Umwelt empfindlich schädigen. Das beeinträchtigt die Umwelt und schadet auch dem Image des Unternehmens.

Auf großen versiegelten Industrieflächen kann Regenwasser Verunreinigungen wegspülen und Abwässer entstehen lassen mit hohen Konzentrationen an organischen Verunreinigungen.

Um Flugzeuge vom Eis auf den Tragflächen zu befreien, werden sie vor dem Start mit Glykolen enteist. So entstehen während der Kälteperiode auf Flughäfen zumeist Abwässer mit hohen Konzentrationen von organischen Substanzen. Um Abwässer zu reinigen, werden sie in Kläranlagen geleitet und zumeist mehrstufig gereinigt. Neben mechanischen und chemischen Reinigungsstufen ist vor allem die biologische Reinigung bedeutend: Mikroorganismen setzen organische Subs-tanzen um und reinigen somit das Wasser. Um einen störungsfreien Ablauf zu gewährleisten, dürfen nicht zu hohe Konzentrationen an organischer Substanz in die Kläranlage gelangen. Daher wird oftmals der Eingang einer Kläranlage überwacht. Um den Abbaugrad einer Anlage zu überwachen, kann zudem der Auslauf der Kläranlage überwacht werden.

Zur Stromerzeugung werden Turbinen mit Wasserdampf angetrieben. Dazu lässt man Wasser im ständigen Kreislauf verdampfen und kondensieren. In einem solchen Kreislauf können sich organische Substanzen konzentrieren, die die Turbinen oder andere Bauteile schädigen. Um die Anlage zu schützen, wird das Kondensat ständig überwacht.

Ergänzendes zum Thema
 
Interview mit Sascha Hupach, Produktspezialist TOC/Summenparameter, Shimadzu Deutschland

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