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BASF-Forschungspressekonferenz

Mit Forschungsinnovationen die Zukunft gestalten

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Lösungen der Chemie für eine bessere Gesundheit

Das Unternehmen will sich dabei verstärkt auf den Industriezweig Gesundheit und Ernährung konzentrieren. Das Thema Wasser nahm daher auch eine zentrale Rolle auf der Pressekonferenz ein. Dr. Yannick Fovet und Dr. Tilo Habicher, Integration Inge watertechnologies, stellten in ihren Vorträgen verschiedene Projekte zum Thema Wasserbehandlung vor. Sie präsentierten neue Produkte und Lösungen, die sich mit Flockungs- und Verdichtungsmitteln zur Abwasseraufbereitung und Membranen für die Ultrafiltration beschäftigten. Gerade durch die Akquisition von Inge watertechnologies konnte BASF seine Forschungsbestrebungen in diesem Gebiet ausbauen. Die Kunststoff-Membranen enthalten Poren, die zum Teil nur 20 Nanometer groß sind, sodass Keime, Bakterien und sogar Viren aus dem Wasser gefiltert werden können. Die Wissenschaftler schätzen, dass der Markt ein Umsatzpotential von mehr als 800 Millionen Euro bietet.

Weitere Vorträge drehten sich um Pharmahilfsstoffe und fotostabile UV-Filter. Dabei fokussieren sich die Forschungsarbeiten auf die Bioverfügbarkeit von medizinischen Wirkstoffen. Da Wirkstoffe immer lipophiler werden, haben die Mitarbeiter einen polymeren Lösungsvermittler entwickelt, der auch hohe Wirkstoff-Konzentrationen für den Körper verfügbar machen soll.

Auf dem Gebiet der Breitband-UV-Filter sieht sich das Unternehmen als Marktführer. So schützen die BASF-Absorber vor UV-A- und UV-B-Strahlung. Zudem will das Unternehmen in den kommenden Jahren einen Filter auf den Markt bringen, der auch langwellige UV-A Strahlung absorbiert. Bis heute gibt es laut BASF noch kein Sonnenschutzmittel, dass diese Strahlen daran hindert, durch die Haut ins körpereigene Gewebe einzudringen.

Mehr Innovationskraft durch globale Forschung

Im Jahr 2011 stieg die Zahl der Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung auf über 10000. In den für das Chemiegeschäft wichtigen Märkten Nord- und Südamerika sowie Asien sei laut Kreimyeer die Forschung der BASF allerdings noch unterrepräsentiert. „Hier müssen wir unsere Präsenz ausbauen und unsere Aktivitäten beschleunigen.“

Ein erster Schritt in diese Richtung ist ein neuer Innovationscampus in Shanghai, der Ende dieses Jahres eröffnet werden soll. „Indem wir Innovationen in Asien für Asien schaffen, wollen wir mit unseren Kunden wachsen. Bis 2020 wollen wir unsere Forschungsaktivität in Asien und den Amerikas verdoppeln und 50 Prozent unserer Forschung und Entwicklung außerhalb Europas betreiben“, erläutert der Forschungschef. Schon heute arbeitet das Unternehmen weltweit in rund 1950 Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten, Start-up-Unternehmen und Industriepartnern.

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