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Pharmazeutische Biologie Professor für Pharmazeutische Biologie nach Jena berufen

Redakteur: Olaf Spörkel

Als neu an die Friedrich-Schiller-Universität Jena berufener Professor für Pharmazeutische Biologie wird Prof. Dirk Hoffmeister künftig den Metabolismus von Pilzen erforschen und die Mechanismen zur Produktion von Pilzgiften analysieren.

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Rotkappen (Leccinium spec.) sind für ihre intensiv gefärbten Fruchtkörper bekannt. Dirk Hoffmeister, Professor für Pharmazeutische Biologie, widmet sich in Jena der Biosynthese dieser Pigmente.
Rotkappen (Leccinium spec.) sind für ihre intensiv gefärbten Fruchtkörper bekannt. Dirk Hoffmeister, Professor für Pharmazeutische Biologie, widmet sich in Jena der Biosynthese dieser Pigmente.
( Bild: Hoffmeister )

Jena – Dirk Hoffmeister, neuer Professor für Pharmazeutische Biologie an der Friedrich-Schiller-Universität, bezieht ein Labor, das zunächst am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Hans-Knöll-Institut) angesiedelt sein wird. Zunächst wird er mit einem Team aus zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern und zwei technischen Angestellten starten. Sobald das an der Universität geplante Labor fertig eingerichtet ist, sollen weitere Doktorandenstellen ausgeschrieben werden. Auf Grund der wissenschaftlichen Ausrichtung wird Hoffmeister in die Exzellenz- Graduiertenschule Jena School for Microbial Communication aufgenommen und im Netzwerk mit anderen Jenaer Mikrobiologen der Frage nachgehen, wie Mikroorganismen untereinander, mit anderen Lebewesen und mit der unbelebten Umwelt in Kontakt stehen.

Dirk Hoffmeister geht u.a. der Frage nach, wo der Vorteil für einen Pilz liegt, mit großem Energieaufwand biologisch hochwirksame Verbindungen wie Pilzgifte zu synthetisieren. Mit seinem Team wird er untersuchen, wie die Synthesen erfolgen und welche Gene und Enzyme beteiligt sind. Mit dem neuen Wissen könnten Moleküle zielgerichtet verändert und besser wirksame Substanzen erzeugt werden, die als Arzneistoffe verwendbar sind. Außerdem arbeitet Hoffmeister in einem Forscherkonsortium an der Entschlüsselung der kompletten genetischen Information zweier Pilze mit, die als Schädlinge auch in Thüringen von Bedeutung sind: Der Wurzelschwamm Heterobasidion annosum ruft in der Fichte die Rotfäule hervor. Serpula lacrymans zerstört ausschließlich Holz in Gebäuden.

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