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Richtiges Pipettieren – Qualitätsmerkmal in den Life Sciences

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Die Anwendung strikter Standards ist eine entscheidende Voraussetzung für die Datenzuverlässigkeit – sowohl bei der Herstellung als auch bei der Qualitätskontrolle. Unablässig ist dabei die Prüfung auf potenzielle biologische Kontaminationen einschließlich der Tests auf Spuren von DNA, DNAse, Pyrogene und ATP. So werden z.B. die Rainin-Bio-Clean-Spitzen von Mettler Toledo mit einem Zertifikat geliefert, das die absolute Sauberkeit und Reinheit garantiert.

Anwendung entscheidet über Pipetten-Spitzen-Kombination

Der jeweilige Applikationstyp entscheidet darüber, welche Pipette ausgewählt werden sollte, um möglichst genaue Ergebnisse und eine möglichst hohe Produktivität zu erzielen.

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Die Eigenschaften der zu pipettierenden Flüssigkeit können die Pipettierleistung und das Pipettierergebnis maßgeblich beeinflussen. Die meisten wässrigen Proben lassen sich bei Zimmertemperatur und mittlerem Luftdruck genauestens mit Luftverdrängungspipetten pipettieren. Problematische Flüssigkeiten wie viskose Medien, Flüssigkeiten hoher Dichte, flüchtige Verbindungen oder heiße und kalte Flüssigkeiten erfordern dagegen für ein exaktes Pipettieren Direktverdrängungspipetten.

Für die optimale Produktivität der Arbeitsabläufe kommt es in entscheidendem Maße auf die Wahl der korrekten Pipetten an. Der zunehmende Einsatz von 96-Well-Platten, die steigende Komplexität der heutigen Pipettieraufgaben und die strengen Anforderungen im regulatorischen Bereich machen dabei den Einsatz elek-tronischer Pipetten unabdingbar. Während manuelle Pipetten zwar kostengünstig, robust und einfach in der Bedienung sind, hängt ihre Leistung erheblich von der Pipettierkunst des Anwenders ab. Zudem sind die Ergebnisse im Vergleich zu elektronischen Pipetten weniger gut reproduzierbar. Die hoch auflösenden Schrittmotoren der elektronischen Pipetten schließen hingegen jegliche bedie-nerabhängige Unregelmäßigkeit aus und gewährleisten somit eine messbar höhere Genauigkeit und Wiederholbarkeit.

Sicheres Einhalten regulatorischer Vorschriften

Labore, die strengen regulatorischen Auflagen unterliegen, müssen regelmäßig viele Aspekte und Parameter wie die Einhaltung von Service-Intervallen überprüfen und kontrollieren. Die Radiofrequenz-Identifikation (RFID)-Technologie ermöglicht dabei die automatische Identifizierung der Pipette und erleichtert erheblich die Erfassung von Daten wie Seriennummer, Herstellungsdatum, Datum der nächsten Kalibrierung usw. In den Pipetten der neuesten Generation ist ein RFID-Chip eingebettet, der das sichere Einhalten der regulatorischen Vorschriften gewährleistet. In den regulierten Bereichen wird jeder Arbeitsablauf nach einer vordefinierten Standardprozedur (SOP) durchgeführt. Wie kann aber sichergestellt werden, dass Mitarbeiter genau nach dem vorgeschriebenen Protokoll arbeiten und von diesem nicht abweichen? Die neuen elektronischen Pipetten wie die E4 XLS+ von Mettler Toledo verfügen eigens über erweiterte Verwaltungs- und Sicherheitsfunktionen, welche regulierte Labore beim Einhalten entsprechender Vorschriften sowie der Pipettenverwaltung unterstützen. Der passwortgeschützte Admin-Modus definiert dabei Pipetteneinstellungen, Protokolle und Wartungsintervalle nach GLP-/GMP-Konformität. Manipulationssicher sind auch GLP-Daten wie etwa Zyklen und Statusdaten oder Wartungsdatensätze.

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