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Richtiges Pipettieren – Qualitätsmerkmal in den Life Sciences

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Ergonomische Lösungen für nachhaltigen Erfolg

Pipettierergebnisse sind so gut wie es die Technik erlaubt. Insbesondere beim Arbeiten mit kleinen Volumina sind die Ergebnisse entscheidend vom Stand der Technik abhängig. Jede Änderung beim Ausführen wiederholter Pipettierzyklen kann sich in der Genauigkeit und Präzi-sion bemerkbar machen. Ermüdung oder Schmerzen können beispielweise einen Anwender dazu bringen, den Pipettierrhythmus zu variieren.

Die Ergonomie beim Pipettieren beeinflusst aber nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Genauigkeit und Präzision sowie in der Folge die Reproduzierbarkeit der Experimente.

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Ergonomisch ausgereifte Pipetten zeichnen sich z.B. dadurch aus, dass sie leicht und gut ausbalanciert sind sowie intuitiv und mit minimalem Kraftaufwand zu bedienen sind. Die Ergonomie ist dann spürbar gegeben, wenn selbst bei stundenlangen ununterbrochenen Pipettiersequenzentests der minimale Kraftaufwand für den Anwender gewährleistet ist. Es ist wichtig, mit Pipetten zu arbeiten, die aus leichten hochwertigen Materialien hergestellt wurden, bei denen Pipettierkräfte auf ein Minimum reduziert sind und der Kraftaufwand beim Spitzenaufsetzen und -abwerfen minimal ist. Die meisten Pipetten arbeiten mit zwei Federn. Die erste dient zum Aspirieren und Dispensieren der Probe, die zweite zum Ausblasen der Pipetten-Spitze. Damit der Anwender den ersten Stopp-Punkt zwischen Aspirations- und Ausblasposition sicher spüren und halten kann, weist die zweite Feder einen erheblich höheren Widerstand auf. Eine Verringerung dieser Federkraft würde zu einem für den Bediener schlechter wahrnehmbaren ersten Stopp und somit zu einer deutlich geringeren Präzision und Genauigkeit beim Pipettieren führen. Eine innovative Lösung bietet Mettler Toledo mit der Magnetic-Assist-Technologie (Magnetunterstützung), die eine deutliche Reduzierung der Federkräfte für das Aspirieren/Dispensieren und den Ausblasvorgang erlaubt, ohne die Genauigkeit zu beeinträchtigen. Zu den kraftintensivsten Arbeitsschritten beim Pipettieren zählen das Aufstecken und Abwerfen der Spitzen – dazu können Kräfte von mehreren Kilogramm erforderlich sein. Das LTS (Lite-Touch)-Spitzenabwurf-System von Mettler Toledo mit dem zylindrischen Design für Schaft und Pipettenspitze anstelle des konventionellen konischen vermindert die Kontaktoberfläche zwischen Schaft und Pipette erheblich und garantiert eine sichere Dichtigkeit. Vergleichsuntersuchungen von konventionellen Spitzen und LTS-Design zeigten, dass für das Aufstecken und Abwerfen von LTS-Spitzen lediglich ein Kilogramm, für das von konventionellen Spitzen jedoch mehrere Kilogramm erforderlich sind.

Jede neu produzierte Pipette wird vom Hersteller Mettler Toledo vor der Auslieferung kalibriert und entspricht damit den Vorgaben bezüglich Volumen, Richtigkeit und Präzision. Die Kalibrierung wird mit den Herstellerspitzen durchgeführt, denn nur die optimale Passform der Spitze garantiert die bestmögliche Präzision und Genauigkeit. Da Pipette und Spitze eine Einheit bilden, ist es zudem ratsam, für die höchste Zuverlässigkeit der Messdaten ausschließlich Herstellerspitzen zu verwenden und die Pipetten direkt bei einem zuverlässigen, akkreditierten Kalibrierlabor kalibrieren zu lassen.

* *Dr. M. Zweig: Mettler-Toledo, 35396 Gießen

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