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Neue Medikamente und diagnostische Lösungen

Roche verzeichnet gutes Jahresergebnis und investiert kräftig in Deutschland

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Health-IT: Die Verarbeitung und Visualisierung von Big Data

Roche hat im Jahr 2018 mit Foundation Medicine und Flatiron Health zwei strategische Akquisitionen getätigt. Die Expertise der beiden Unternehmen stärkt die Fähigkeiten, Big Data zu generieren, auf bestehende Real-World-Daten zuzugreifen und diese zur Beschleunigung der klinischen Forschung zu nutzen. „Die moderne Medizin ist datengetrieben“, sagt Prof. Dr. Hagen Pfundner. „Durch die Digitalisierung können wir Daten vernetzen, strukturieren und analysieren. Aus Big Data wird so Smart Data und diese ermöglichen es, viele Patienten noch umfassender zu diagnostizieren und individueller zu behandeln.“

Schon jetzt bietet Roche zahlreiche Lösungen und Produkte aus dem Bereich Health-IT an. Für die steigende Anzahl der Diabetespatienten setzt Roche auf einen integrierten digitalen Versorgungsansatz. „Mit den Patientenzahlen steigt auch die Datenflut, die Behandler sinnvoll für die Therapieoptimierung nutzen müssen. Die Digitalisierung bietet hier die Chancen, Ärzte und Patienten bei der Auswertung dieser Daten zu unterstützen und so bessere Therapieergebnisse zu erzielen“, so Lars Kalfhaus. Ein wichtiges Thema bei der Behandlung ist die Qualität, denn noch immer erreichen viele Patienten ihre Therapieziele nicht.

Eine Lösung von Roche Diabetes Care ist PDMone, eine digitale Plattform zur Qualitätssicherung, die Behandlern leitliniengerechte Therapieentscheidungen auf Basis vollständiger Behandlungsdaten ermöglicht – ein weiterer wichtiger Schritt zur Diabetesversorgung der Zukunft.

„Die Digitalisierung gewinnt immer schneller an Einfluss – auch im Gesundheitswesen. Wir begreifen dies als große Chance, um noch gezieltere Diagnosen und Therapien zu ermöglichen. Die Herausforderung vor der wir gemeinsam stehen ist es, die vielen vorhandenen Datenpunkte zu erfassen, strukturieren und so als Basis für die medizinischen Entscheidungen nutzbar zu machen. Hierfür brauchen und treiben wir die enge Zusammenarbeit innerhalb von Roche als auch mit unseren Partnern auf Kundenseite voran“, betont Christian Paetzke.

Digital Health Start-Ups

„Mit vielen Businessfunktionen der Roche haben wir im Jahr 2018 in München den ersten Digital Health Accelerator initiiert. So wollen wir neues Denken, gegenseitiges Lernen und einen offenen Austausch zwischen Industrie und innovativen Digital Health Start-ups fördern. Das Ziel dabei: neue Impulse für eine zunehmend datengestützte Forschung und Entwicklung und Patientenversorgung erhalten“, sagt Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH. das Unternehmen erhofft sich auf diese Weise auch einen frühen Zugang zu Technologien und Talenten.

Künstliche Intelligenz

Mit Methoden der künstlichen Intelligenz wurde am Standort Penzberg ein Decision Support Tool entwickelt, das durch Analyse wissenschaftlicher Literatur Rückschlüsse über den Erfolg von Forschungs- und Entwicklungsprojekten ziehen kann. Das selbstlernende System hilft, schnellere Entscheidungen bei der Medikamentenentwicklung zu treffen und ermöglicht die Priorisierung des eigenen Pharmaportfolios.

Virtuelle Realität

Auch bei der Visualisierung von Großgeräten und Arbeitsabläufen sowie der Planung von Gebäuden und Anlagen kommt die Digitalisierung zum Einsatz. Im Kompetenzzentrum für virtuelle Realität am Standort Mannheim erstellt Roche beispielsweise 3-D-Echtzeitumgebungen von Laboranlagen für Roche weltweit. So erhalten Kunden einen Eindruck über ihr künftiges Labor. Dank virtueller Realität können MitarbeiterInnen außerdem Arbeitsabläufe in den geplanten Laboranlagen einüben. Das spart Ressourcen und Kosten.

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