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Tagung „Zeitzeugen-Berichte XII“ in Wittenberg

Rückblick auf 100 Jahre Chemiegeschichte

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Auch wird an die Ansiedlung der Dow Chemical Company in der Bundesrepublik Deutschland erinnert, die 1972 in Stade ihren ersten deutschen Großstandort in Betrieb nahm. Zunehmend unter kritischer Observanz, die sich seinerzeit unter veränderten gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen sehr rasch einstellte, musste Dow den neuen Standort im Angesicht massenhafter Einsprüche weiterentwickeln. So wurde in Stade weltweit erstmalig das „Containment“-Sicherheitskonzept für Phosgen verarbeitende Anlagen realisiert.

Weitere Zeitzeugenberichte befassen sich mit dem Grundstoff Acetaldehyd am Chemiestandort Schkopau sowie in vergleichender Perspektive in Knapsack-Hürth, mit der Ablösung der analogen Fotografie durch digitale Techniken, mit den mehrfach gescheiterten Innovationsversuchen zur Einführung des Gießreifens, der den konventionellen, „gebauten“ Reifen ablösen sollte, und mit dem in Deutschland wegen seines carcinogenen Potenzials heute verbotenen Carbobitumen für Straßenbeläge.

Einblicke in die Akademia und deren Zusammenarbeit mit der Industrie gewähren Beiträge über das Deutsche Kunststoff-Institut in Darmstadt, das 2012 in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert wurde und über die Entwicklung von Hochtemperaturwerkstoffen an der Akademie der Wissenschaften der DDR.

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