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Dopinganalyse

Schnelle Analyse und hoher Probendurchsatz für die Dopinganalyse

| Autor/ Redakteur: GUIDO DEUßING* / Dr. Ilka Ottleben

Leistungssportler müssen stets damit rechnen, im Wettkampf oder Training auf Doping untersucht zu werden. Festgestellt wird der Missbrauch illegaler Substanzen per GC oder LC; die Verwendung eines Triple-Quadrupol-MS mit passender Probenvorbereitung und -aufgabe setzt hier Maßstäbe.

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Abb.1: Höher, schneller, weiter – manch Leistungssportler greift in die pharmazeutische „Trickkiste“.Bildquelle
Abb.1: Höher, schneller, weiter – manch Leistungssportler greift in die pharmazeutische „Trickkiste“.Bildquelle
(Bild: © djama - Fotolia.com)

Es lebe der Sport und der ihn beseelende olympische Gedanke: Nicht gewinnen zählt, dabei sein ist alles. Dieses Motto findet jedoch nicht bei jedem sportlich aktiven Leistungsträger und Rekordhalter Anklang. Lässt sich ein Sieg nicht mit Kraft-, Ausdauer- und Mentaltraining erzielen, greift mancher Athlet, zahlreiche Beispiele der Sportgeschichte belegen das, zu leistungssteigernden Präparaten aus dem Chemiebaukasten.

Allerdings unterminiert die Einnahme von Dopingmitteln die sportliche Fairness, zudem ist sie von der World Anti-Doping Agency (WADA) verboten [1]; und: Doping ist mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden.

Um Dopingsündern auf die Schliche zu kommen, werden Sportler unter Aufsicht zur Abgabe einer Urinprobe gebeten; im Urin lassen sich die Rückstände verbotener Medikamente und Drogen sowie deren Stoffwechselprodukte noch lange Zeit nach Einnahme des jeweiligen Wirkstoffs sicher nachweisen. Laut Peter Van Eenoo und Kollegen von der Universität Gent in Belgien stellten anabole Steroide innerhalb der Gruppe der Dopingmittel mit niedrigem Molekulargewicht (MW < 1000 Da) die größte Herausforderung dar; bei Dopingkontrollen würden sie am häufigsten entdeckt [2]. Anabole Steroide würden im menschlichen Organismus intensiv metabolisiert und besäßen die niedrigsten geforderten Leistungsgrenzen (MRPL).

Schnelle und quantitative Bestimmung des Steroidprofils

Im Allgemeinen nutze man für das Screening auf Dopingsubstanzen, Peptidhormone ausgenommen, die Chromatographie. Methoden, basierend auf der Chromatographie mit massenselektiver Detektion, sprich GC/MS und LC/MS, würden bevorzugt, um die notwendige Selektivität verbunden mit der geforderten Sensitivität zu erreichen und die verschiedenen Klassen verbotener Substanzen an oder unter der geforderten Leistungsgrenze (MRPL) zu detektieren, resümieren Eenoo et al.

Im Journal of Chromatography A [3] berichten die Wissenschaftler über die von ihnen entwickelte und validierte schnelle GC-MS/MS-Methode für die quantitative Bestimmung des so genannten Steroidprofils, von Salbutamol, THC-COOH und Norandrosteron sowie für die qualitative Detektion von 142 Dopingmitteln beziehungsweise deren Stoffwechselprodukten [3].

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