04.09.2026
Gasförmiger Referenzstandard für die PFAS-Analyse
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind synthetische Verbindungen, die aus einer Alkylkette bestehen, deren Wasserstoffatome teilweise oder vollständig durch Fluoratome ersetzt sind. PFAS sind aufgrund der Stärke der Kohlenstoff-Fluor-Bindung sehr resistente Schadstoffe.
Bislang erfolgt die Überwachung dieser Schadstoffe hauptsächlich in Gewässern. Allerdings sind verschiedene industrielle Aktivitäten, wie Deponien und Verbrennungsanlagen, Quellen für flüchtige PFAS. Daher muss die Überwachung dieser Stoffe auch auf gasförmige Matrizen ausgeweitet werden. Derzeit gibt es keine Rechtsvorschrift, die Grenzwerte für PFAS-Konzentrationen in der Luft festlegt.
In den Vereinigten Staaten hat die Umweltschutzbehörde (EPA) eine standardisierte Methode namens „Other Test Method 50“ (OTM-50) veröffentlicht. Diese Methode führt ein Verfahren zur Probenahme und Analyse flüchtiger fluorierter Verbindungen (VFC) in Luftemissionen aus ortsfesten Quellen ein. Ziel unserer Arbeit ist die Herstellung eines Gasstandards, der alle in der OTM-50 aufgeführten PFAS enthält.
OTM-50
Die OTM-50 führt ein Verfahren zur Probenahme und Analyse flüchtiger Fluorverbindungen (VFC) in Luftemissionen aus ortsfesten Quellen ein. VFC sind kurzkettige PFAS mit maximal acht Kohlenstoffatomen. Die OTM-50 enthält eine Liste von etwa 30 flüchtigen fluorierten Verbindungen, die als Indikatoren für den partiellen thermischen Abbau längerer PFAS-Ketten ausgewählt wurden. Die Methode enthält zudem Angaben zur Zusammensetzung des Gasstandards, der zur Kalibrierung der Analysegeräte verwendet wird.
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