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E-Liquids
Spurensuche im Dampfraum: Aromastoffanalytik in E-Liquids

Ein Gastbeitrag von Guido Deussing 11 min Lesedauer

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Die nikotinhaltigen und nikotinfreien verdampfbaren Flüssigkeiten für E-Zigaretten unterliegen je nach Region und Land unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen hinsichtlich der Art und Konzentration der ihnen zugesetzten Aromastoffe. Deren chemisch-analytische Bestimmung ist Gegenstand der Produktkontrolle und Eckpfeiler eines aktiven Verbraucherschutzes. Die Matrix von E-Liquids ist komplex und die Aromastoffe sind teilweise nur in Spurenkonzentrationen vorhanden. Das verlangt nach einer leistungsfähigen Probenvorbereitung und Extraktionstechnik vor der GC/MS-Bestimmung.

Abb. 1: Beflügelt von der Annahme, ihr Gebrauch sei weniger schädlich als der Konsum klassischer Zigaretten oder vergleichbarer Tabakerzeugnisse, ist in den letzten Jahren weltweit der Absatz elektronischer (E-)Zigaretten gestiegen.(Bild:  G. Deußing, KI-generiert)
Abb. 1: Beflügelt von der Annahme, ihr Gebrauch sei weniger schädlich als der Konsum klassischer Zigaretten oder vergleichbarer Tabakerzeugnisse, ist in den letzten Jahren weltweit der Absatz elektronischer (E-)Zigaretten gestiegen.
(Bild: G. Deußing, KI-generiert)

Rauchen ist keine Angewohnheit neueren Datums [1]. Archäologische Funde belegen: der Mensch hat bereits vor rund 12.000 Jahren „gequarzt“ [2]. Im Gegensatz zu damals weiß man heute, dass Rauchen ungesund, die häufigste Ursache für Lungenkrebs und ein Trigger für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist [3]. Tausende Verbrennungsprodukte, die beim Rauchen von Tabak, als Zigarette, Zigarillo, Zigarre oder Pfeife, gebildet werden, stehen im Kontext mit der Entstehung von Krebs und anderen Erkrankungen [4].

Mutmaßlich die gesündere Alternative

Beflügelt von der Annahme, ihr Gebrauch sei weniger schädlich, ist in den letzten Jahren der Absatz elektronischer (E-) Zigaretten weltweit gestiegen [5]. In einer E-Zigarette werden die so genannten Liquids verdampft. Dazu verfügen E-Zigaretten über eine Stromquelle und ein elektrisches Heizelement, das der Vernebelung der E-Liquids dient, sowie einer Kartusche, die die zu verdampfende Flüssigkeit enthält. E-Zigaretten produzieren folgerichtig keinen Rauch, sondern ein Aerosol.