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Neue Wege zu reproduzierbarer Qualität
Tierfreie Antikörper in der Diagnostik

Ein Gastbeitrag von Stephanie Pfeil-Coenen, CEO, Geschäftsführung, Finanzen und Dr. Alina Eilers, COO, Geschäftsführung, Marketing, Qualitätsmanagement, Phaeosynt GmbH 4 min Lesedauer

Antikörper sind zentrale Komponenten diagnostischer Testsysteme. Klassische tierbasierte Produktionsverfahren stoßen jedoch hinsichtlich Reproduzierbarkeit, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit an Grenzen. Kieselalgenbasierte Expressionssysteme bieten hier eine tierfreie Alternative mit stabiler Qualität und industriellem Anwendungspotenzial.

Abb. 1: Kieselalgen auf Nährmedium(Bild:  Phaeosynt GmbH)
Abb. 1: Kieselalgen auf Nährmedium
(Bild: Phaeosynt GmbH)

Sie sind mikroskopisch klein, in den Weltmeeren zuhause – und zunehmend auch in biotechnologischen Laboren: Marine Kieselalgen. Die Mikroorganismen vollbringen nicht nur erstaunliche Stoffwechselleistungen, was sie in den Ozeanen dieser Welt äußerst erfolgreich macht. Einige Vertreter lassen sich zudem besonders gut unter Laborbedingungen züchten – eine Voraussetzung für den Erfolg auch als biotechnologische „Arbeitstiere“.

Antikörper wiederum spielen eine zentrale Rolle in der In-vitro-Diagnostik und werden in einer Vielzahl von Immunoassays wie Lateral-Flow-Tests eingesetzt. Ihre Bindungsspezifität bestimmt maßgeblich Sensitivität und Zuverlässigkeit eines Tests. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Qualität, Reproduzierbarkeit und langfristige Verfügbarkeit dieser biologischen Reagenzien.