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Ehrendoktorwürde Uni Münster verleiht Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Kazuyuki Tatsumi

| Redakteur: Doris Neukirchen

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat dem japanischen Chemiker Prof. Dr. Kazuyuki Tatsumi von der Universität Nagoya am 9. Mai 2011 die Ehrendoktorwürde verliehen.

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Prodekan Prof. Dr. Jan Andersson (links) verlieh Prof. Dr. Kazuyuki Tatsumi die Ehrenpromotion des Fachbereichs Chemie und Pharmazie. (Bild: WWU - Grewer)
Prodekan Prof. Dr. Jan Andersson (links) verlieh Prof. Dr. Kazuyuki Tatsumi die Ehrenpromotion des Fachbereichs Chemie und Pharmazie. (Bild: WWU - Grewer)

Münster – In einer Feierstunde hat der Fachbereich Chemie und Pharmazie Prof. Dr. Kazuyuki Tatsumi die Ehrendoktorwürde verliehen. Der Festakt fand im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums der deutsch-japanischen „International Research Training Group“ (IRTG) Münster-Nagoya statt.

Mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde würdigt der Fachbereich die international herausragenden wissenschaftlichen Leistungen Kazuyuki Tatsumis im Bereich der Organometallchemie und bei der Erforschung der Rolle der Metalle in biologischen Systemen. Der japanische Wissenschaftler habe auf diesen Gebieten eine ungewöhnlich große Zahl wegweisender Arbeiten publiziert. Daneben wurde besonders Kazuyuki Tatsumis langjähriger erfolgreicher Einsatz für die Förderung internationaler Wissenschaftsbeziehungen anerkannt. In diesem Rahmen habe er neue Maßstäbe für die Kooperation japanischer und deutscher Forschungsinstitutionen gesetzt.

Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit als Direktor des international bedeutenden Research Center of Material Sciences an der Universität Nagoya habe sich Professor Tatsumi in herausragender Weise durch allgemeine wissenschaftspolitische Aktivitäten verdient gemacht, so die münsterschen Chemiker. Er ist zurzeit Vizepräsident und für 2012 designierter Präsident der International Union of Pure and Applied Chemistry, des Welt-Dachverbandes aller Wissenschaftsorganisationen der Chemie.

Kazuyuki Tatsumis hat zusammen mit Gerhard Erker, Professor am Organisch-Chemischen Institut der WWU, vor einigen Jahren beispielhaft die IRTG geschaffen – das erste deutsch-japanische Graduiertenkolleg, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ihrem japanischen Pendant, der Japan Society for the Promotion of Science, gefördert wird. In dem umfangreichen Doktoranden-Austauschprogramm der IRTG zum Thema „Komplexe chemische Systeme: Design, Entwicklung und Anwendungen“ haben sich erfolgreiche Kooperationen zwischen Wissenschaftlern der Universitäten Münster und Nagoya entwickelt – unter den beteiligten Forschern ist auch der Nobelpreisträger Prof. Ryoji Noyori.

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