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Erreger von Durchfallerkrankungen

Unterschätzter Küchenkeim: Häufiger Krankheitserreger oft nicht bekannt

| Autor / Redakteur: Dr. Suzan Fiack* / Dr. Ilka Ottleben

Rohes Geflügelfleisch ist häufig Träger von Krankheitserregern. (Symbollbild)
Rohes Geflügelfleisch ist häufig Träger von Krankheitserregern. (Symbollbild) (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

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Salmonellen kennen 96 Prozent der Befragten, doch mit einem anderen Küchenkeim und häufigem Erreger von Durchfallerkrankungen können hierzulande erstaunlich wenig Menschen etwas anfangen. Das ist eines des Ergebnisse des aktuellen Verbrauchermonitors vom Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Welcher Keim das ist und worum sich Menschen in Deutschland besonders häufig sorgen, wenn es um mögliche Gesundheitsgefahren durch Lebensmittel geht, lesen Sie hier.

Berlin – Salmonellen, gentechnisch veränderte Lebensmittel und Mikroplastik in Lebensmitteln sind die Gesundheits- und Verbraucherthemen, die auf der Bekanntheitsskala von VerbraucherInnen ganz oben stehen. Dennoch halten über drei Viertel der Deutschen Lebensmittel für sicher. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Verbrauchermonitors - einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Am meisten beunruhigen Antibiotikaresistenzen, Mikroplastik und Reste von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln. Insgesamt sind die Menschen jedoch nicht so besorgt wie in der vorherigen Umfrage im Sommer 2018. „Das Interesse an gesundheitlichen Verbraucherthemen steigt zunehmend“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Campylobacter – ein unterschätzter Krankheitserreger in der Küche

„Trotz allem unterschätzen die Menschen Risiken durch Krankheitserreger in der Küche.“ Campylobacter, der häufigste bakterielle Erreger von Durchfallerkrankungen, ist zwar bekannter als im Vorjahr - dennoch hat weniger als ein Drittel der Befragten davon gehört. Salmonellen kennen dagegen 96 Prozent.

BfR-Verbrauchermonitor zu gesundheitlichen Risiken

Ob Antibiotikaresistenzen, Mikroplastik oder Salmonellen - welche gesundheitlichen Risiken sind der Bevölkerung bekannt und was beunruhigt sie? Als repräsentative Befragung liefert der BfR-Verbrauchermonitor in halbjährlichem Abstand Einsichten zu der Frage, wie die Deutschen gesundheitliche Risiken wahrnehmen. Dafür werden etwa 1.000 Personen, die in Privathaushalten leben und mindestens 14 Jahre alt sind, im Auftrag des BfR telefonisch interviewt.

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Campylobacter: Vorommen, Erkrankungen und Verbraucher-Tipps zur Vermeidung von Campylobacter-Infektionen

Feinstaub im öffentlichen Bewusstsein angekommen

Nach wie vor nehmen die Befragten Rauchen, Klima- und Umweltbelastung sowie eine ungesunde oder falsche Ernährung als die größten gesundheitlichen Risiken wahr. Erstmals nannten die Befragten auch die Belastung durch Dieselabgase und Feinstaub spontan als Risiko.

Fragt man nach ausgewählten Themen, so führen Salmonellen, gentechnisch veränderte Lebensmittel und - erstmals auf Platz 3 - Mikroplastik in Lebensmitteln die Bekanntheitsskala an. Darauf folgen Antibiotikaresistenzen, Reste von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln sowie Aluminium in Lebensmittelverpackungen oder -behältnissen.

Antibiotikaresistenzen und Mikroplastik bereiten die größten Sorgen

Wie im Vorjahr sind Antibiotikaresistenzen und Mikroplastik immer noch die Themen, die den meisten Befragten Sorgen bereiten. Im Vergleich zur letzten Umfrage ist die Bevölkerung jedoch deutlich weniger besorgt um Antibiotikaresistenzen: Hier sind die Befürchtungen um 11 Prozentpunkte auf 57 Prozent gesunken. Auch Salmonellen und Kohlenmonoxid finden weniger Menschen als im Vorjahr besorgniserregend.

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09.11.18 - Salat und Rohkost gilt als gesund und essentieller Teil einer ausgewogenen Ernährung. Bekannt ist allerdings auch, dass diese Lebensmittel mit potenziell krankmachenden Keimen belastet sein können. Im Zeitalter Antibiotika-resistenter Bakterien ist es daher eigentlich nicht verwunderlich, dass auch solche auf Salat und Rohkost gelangen können, wie Forscher nun nachgewiesen haben. Was diese Ergebnisse möglicherweise problematisch macht und was man daher beim Verzehr beachten sollte, lesen Sie hier. lesen

Kosmetika und Textilien werden im Vergleich zur Vorgängerbefragung als ähnlich sicher eingeschätzt. Bei Spielzeug ist das Sicherheitsgefühl leicht gesunken. Weniger Menschen als 2018 vertrauen den staatlichen Stellen in Deutschland, dass diese die Gesundheit schützen. Jedoch bringt weiterhin über die Hälfte der Befragten dem Staat dieses Vertrauen entgegen.

Der BfR-Verbrauchermonitor widmet sich einerseits Themen, die in der Öffentlichkeit eine große Aufmerksamkeit erhalten. Andererseits analysiert er Fragen, die bisher weniger im öffentlichen Fokus stehen, aber ebenfalls relevant sind, wie beispielsweise Lebensmittelhygiene zu Hause und Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln oder die neuartige Methode des „Genome Editings“ zur zielgerichteten Veränderung des Erbguts. Wie schon 2018 sind diese Themen in der öffentlichen Wahrnehmung wenig sichtbar und werden auch nicht als besonders beunruhigend angesehen.

Den aktuellen Verbrauchermonitor können Sie sich hier herunterladen.

* Dr. S. Fiack: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 10589 Berlin

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