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Vom Liter zur Analyse
Vor-Ort-Analyse gesundheitsgefährdender Mikroorganismen in Wasser

Ein Gastbeitrag von Dr. Sisi Li, Gruppenleiterin, Anna Lena Maisch, Antonia Winkler (Kommunikation), Bioananalytik für Industrielle Medien, Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM 7 min Lesedauer

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Gesundheitsgefährdende mikrobiologische Belastungen in Wasser müssen schnell erkannt werden. Ein typisches Beispiel ist der Nachweis von Legionellen im Trinkwasser. Doch zwischen Probenahme und Ergebnis vergeht häufig wertvolle Zeit. Fraunhofer-Forschende haben nun eine neue Plattform entwickelt, die diese Prozesskette automatisiert und direkt an den Einsatzort verlagert.

Abb. 1: Wasser, unser höchstes Gut: Gesundheitsgefährdende mikrobiologische Belastungen in Wasser müssen schnell erkannt werden. (Symbolbild)(Bild: ©  New Africa - stock.adobe.com)
Abb. 1: Wasser, unser höchstes Gut: Gesundheitsgefährdende mikrobiologische Belastungen in Wasser müssen schnell erkannt werden. (Symbolbild)
(Bild: © New Africa - stock.adobe.com)

Ob Trinkwasser, Kühlkreisläufe, Schwimmbecken oder industrielle Prozessmedien: pathogene Mikroorganismen können nahezu überall auftreten. Für Betreiber von Wasseranlagen und Produktionsprozessen bedeutet das eine permanente Herausforderung. Kontaminationen müssen früh erkannt werden, bevor sie zu Gesundheitsrisiken, Qualitätsproblemen oder Produktionsausfällen führen.

Wasserproben sind anspruchsvoller als viele denken

Der Nachweis solcher Belastungen ist jedoch häufig aufwendig. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz: Kulturbasierte Methoden sind regulatorisch vielfach etabliert und liefern Aussagen über kultivierbare Mikroorganismen, benötigen jedoch oft mehrere Tage bis zum Ergebnis. Molekularbiologische Verfahren wie die qPCR gewinnen zunehmend an Bedeutung, weil sie Mikroorganismen schnell und spezifisch identifizieren können. Doch auch hier gilt: bis eine Probe analysiert werden kann, müssen zahlreiche Vorbereitungsschritte durchlaufen werden. Die Wasserprobe wird entnommen, ins Labor transportiert und dort weiterverarbeitet. Erst danach beginnt die eigentliche Analyse. Welche Methode eingesetzt wird, hängt von der jeweiligen Fragestellung und den regulatorischen Anforderungen ab.