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HILIC-Tipps, Teil 3
Welche stationären Phasen nutzt man für HILIC?

Ein Gastbeitrag von Dr. Thomas Letzel (Geschäftsführer, AFIN-TS) et al. (s. Ende des Textes) 7 min Lesedauer

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Der Weg zu einer guten Trennung beginnt mit der Wahl der passenden Säule. Kein leichtes Unterfangen, gibt es doch zahlreiche Hersteller, die schier endlos viele Variationen an stationären Phasen anbieten. In diesem Tipp erklären wir die drei Grundtypen an stationären Phasen und blicken auf die zugrundeliegende Chemie der Säule.

Abb.1: Was ist bei der Wahl der stationären Phase für die HILIC zu beachten? Dieser Tipp klärt auf.(Bild:  VCG – Lüttmann)
Abb.1: Was ist bei der Wahl der stationären Phase für die HILIC zu beachten? Dieser Tipp klärt auf.
(Bild: VCG – Lüttmann)

Eine allgemeine und sinnvolle Einteilung der stationären Phasen in der HILIC basiert auf der Anwesenheit funktioneller Gruppen an der Partikeloberfläche und deren Ladungszustand. Genau genommen kann man sie aber auch in nicht-modifizierte und modifizierte Silica-Partikel einordnen sowie Letztere zusätzlich in neutrale, geladene und zwitterionisch geladene Phasen. Als Basis für funktionelle Phasen dienen neben vollporösen Silica-Partikeln seit einigen Jahren auch so genannte Core-Shell-Partikel, die noch mehr Flexibilität und Diversität in die HILIC Trennung bringen.

Die Anzahl der auf dem Markt befindlichen stationären HILIC Phasen nimmt weiterhin stetig zu, sodass die Auswahl der richtigen Säule für den jeweiligen Analyten nicht immer einfach ist. Eine generelle Beschreibung der HILIC Phasen besagt jedoch, dass typische HILIC-Phasen durch ihren hydrophilen Charakter Wasser auf der Oberfläche anreichern. Ein Blick in die Auswahl von verfügbaren HILIC Phasen zeigt aber, dass nicht alle Phasen gleich gut dafür geeignet sind.