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Schlüsselfragen des Zusammenlebens
Dabei wollen Eisenhauer und seine Kollegen drei Schlüsselfragen untersuchen: Beeinflusst die Komplexität der Interaktionen zwischen den Arten die Funktionen eines Ökosystems? Wie hängen Ökosystemfunktionen von den Beziehungen zwischen oberirdischen und unterirdischen Lebewesen und Prozessen ab? Welche Auswirkungen hat der globale Wandel auf Biodiversität, Interaktionsnetzwerke und Ökosystemfunktionen? Diese ökologischen Fragen sind von weitreichender Bedeutung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat daher die Anlage mit rund drei Millionen Euro gefördert und finanziert zwei Mitarbeiter. Finanziell beteiligt sich ebenfalls das UFZ, das für eine dreiviertel Million Euro die Halle für das iDiv-Ecotron modernisiert hat und einen weiteren Mitarbeiter finanziert.
Einzigartige Hightech-Anlage
Das Ziel der Experimentalkammern ist es, Ökosystemfunktionen durch die Manipulation von komplexen Lebensgemeinschaften zu erforschen. Die Umweltbedingungen müssen möglichst konstant sein, um störende Einflüsse auszuschließen, die die Ergebnisse verfälschen könnten. Die 24 Kammern sind daher alle identisch aufgebaut und verfügen über umfangreiche Technik, mit der Licht, Temperatur und Niederschlag eingestellt werden kann. Zum ersten Mal wird es damit möglich sein, oberirdische und unterirdische Gemeinschaften und deren Zusammenspiel auf relevanten Größenskalen zu manipulieren. Die "EcoUnits" sind Versuchskammern, die aus einem mit Boden gefüllten Unterteil, einem Oberteil sowie einem technischen Aufsatz bestehen und 1,55 × 1,55 Meter breit sowie 3,20 Meter hoch sind. Durch oberirdische Trennwände und unterirdische Stahlzylinder (Lysimeter) kann eine "EcoUnit" in bis zu vier weitestgehend unabhängige Abteile unterteilt werden. Alle Kammern sind mit umfangreicher Technik ausgestattet. Dazu gehört beispielsweise, dass die Interaktionen zwischen Tieren und Pflanzen per Kamera beobachtet werden. "Da eine solche Anlage noch nicht gebaut wurde, haben wir in den vergangenen Monaten zusammen mit den Herstellern viel Zeit in die Entwicklung und Optimierung der Technik investiert. An einigen Stellen mussten wir Neuland betreten, was oft nicht einfach war. Umso glücklicher sind wir, dass jetzt alles läuft und die wissenschaftlichen Experimente endlich beginnen können", berichtet Dr. Manfred Türke von iDiv und der Universität Leipzig, der die Arbeiten an der Anlage koordiniert. Nach der Pilotphase wird die Anlage auch externen Wissenschaftlern zur Verfügung stehen. Eine Kommission wird künftig über Anträge entscheiden und die Kapazitäten vergeben - wie es bei wissenschaftlichen Großgeräten von internationaler Bedeutung üblich ist.
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