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HPLC

Wie setzt man die Mischkammer in der HPLC ein?

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„Alles, was sich dreht, ist aufwändig und kann kaputt gehen“, sagten sich manche Entwickler und sannen auf eine Möglichkeit, ohne Rührer auszukommen. Das einfache T-Stück hatte sich nicht so richtig bewährt. Also füllte man einen kleinen Edelstahltopf mit Glaskugeln und ließ die Eluenten sich ihren Weg durch die Hohlräume suchen (s. Abb. 2, rechts). Durch die häufige Richtungsänderung findet zwangsläufig eine Vermischung statt. Diese Bauart wird auch als passiver Mischer bezeichnet. Beide Systeme gibt es noch heute und manche Firmen führen beide Systeme nebeneinander im Programm. Sowohl Magnetrührer als auch Glaskugelmischer sind üblicherweise mit einer Fritte oder einem Edelstahlsieb abgeschlossen, aber dazu später.

Parallel zu diesen Mischern wurde auch an der T-Stück-Technologie weiterentwickelt, denn sie besitzt den großen Vorteil eines sehr kleinen Mischvolumens. Hierzu wurden einem T-Stück sozusagen die Arme nach unten gedrückt, zusätzlich wurden die beiden Zuleitungen eine Kleinigkeit versetzt angeordnet, sodass sich aus beiden Strömen ein kräftiger Wirbel ausbilden konnte. Unter dem Begriff Vortex-Mischer sind diese noch heute auf dem Markt.

Mit dieser Modifikation können hochdruckseitige Mischungen bei sehr kleinen Flussraten realisiert werden. Für die niederdruckseitige Mischung ist solch ein Mischer nicht geeignet, weil zwei aufeinander zu laufende Flüssigkeitsströme für die Funktion erforderlich sind. Passive Mischer mit Kugeln oder aktive Mischer mit Rührer können für beide Gradientenarten eingesetzt werden.

Wie groß soll die Mischkammer sein?

So, wie es dem Martini eher egal sein kann, ob der Gin mit dem Vermouth verrührt oder geschüttelt wurde, so ist auch die Methode der Mischung in der HPLC eher nebensächlich. Am Ende sollte nur das Ergebnis stimmen, nämlich eine möglichst schwankungsfreie, präzise Durchmischung. Die ungestörte, ruhige Basislinie sowie reproduzierbare Retentionszeiten sind für eine hohe Messempfindlichkeit erforderlich. Und nur, wenn zu jeder Zeit exakt die programmierte Eluentenzusammensetzung vorliegt, sind diese konstant.

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