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Stimmungsbild der Life-Science-Branche Wissenschaft auf Sparflamme? Umfrage zeigt Budgetkürzungen in jedem zweiten Labor

Quelle: Pressemitteilung Starlab International 2 min Lesedauer

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Die Life-Science-Branche sieht sich nach Corona zurück in einer neuen Realität. Statt voller Auftragsbücher kämpfen viele Labore mit Sparmaßnahmen. Wie die aktuelle Situation bewertet wird, und ob noch Ressourcen für das Thema Nachhaltigkeit übrig bleiben, zeigt eine Umfrage von Starlab.

Forschung nur noch auf Sparflamme? Über die Hälfte der Life-Science-Labore berichtet in einer Starlab-Umfrage von Budgetkürzungen (Symbolbild).(Bild:  ideogram.ai / KI-generiert)
Forschung nur noch auf Sparflamme? Über die Hälfte der Life-Science-Labore berichtet in einer Starlab-Umfrage von Budgetkürzungen (Symbolbild).
(Bild: ideogram.ai / KI-generiert)

Die Life-Science-Branche befindet sich an einem kritischen Punkt: Zwar hat sich die Versorgungssituation mit Labormaterialien nach den pandemiebedingten Engpässen und Schwankungen normalisiert, doch fehlendes Personal und steigender Kostendruck sowie die Konjunkturabschwächung belasten die Branche stark. Dies zeigt eine Umfrage des Laborausstatters Starlab unter 378 Labormitarbeitenden aus fünf Ländern.

64 Prozent der befragten Labore haben bereits Sparmaßnahmen eingeführt. 58 Prozent berichten von konkreten Budgetkürzungen, während 42 Prozent gezwungen sind, Forschungsbereiche zu priorisieren. „Diese Entwicklung gefährdet nicht nur einzelne Forschungsprojekte, sondern die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft ganzer Wissenschaftsstandorte“, warnt Klaus Ambos, Geschäftsführer der Starlab International GmbH.

Durchwachsene Zukunftsaussichten für 2025

Der Ausblick der Laborbranche fällt nüchtern aus: 37 Prozent der Befragten erwarten eine negative wirtschaftliche Entwicklung bis Ende 2025, nur 15 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft. Die übrigen 48 Prozent äußern sich unentschieden.

Besonders kritisch ist die Lage in Deutschland: Hier erwarten nur 13 Prozent der befragten Labore steigende Budgets – der niedrigste Wert im Vergleich mit dem Vereinigten Königreich, Italien, Frankreich und Österreich.

In der Corona-Pandemie war die Wissenschaft der große Hoffnungsträger. Heute, ohne akute Krise, werden Forschungsbudgets gekürzt.

Klaus Ambos, Geschäftsführer der Starlab International GmbH

Nachhaltigkeit bleibt trotz Sparmaßnahmen zentrales Thema

Trotz der angespannten Situation zeigt die Branche eine bemerkenswerte Innovationsbereitschaft: Über 65 Prozent der Befragten sehen Nachhaltigkeit und Umweltschutz als zentrale Zukunftsthemen.

95 Prozent würden recycelte Produkte nutzen, davon

  • 70 Prozent bei garantierter Qualität,
  • 12 Prozent uneingeschränkt,
  • 13 Prozent, wenn der Preis gleich bleibt,
  • und 5 Prozent abhängig vom Produkt.
  • Lediglich 0,61 Prozent lehnen recycelte Produkte aufgrund zu vieler Bedenken generell ab.

Viele Labore haben bereits Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit ergriffen: 83 Prozent setzen Recycling-Programme um, 64 Prozent nutzen Mehrwegsysteme und 62 Prozent investieren in energiesparende Geräte.

Dennoch stehen der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen oft Hindernisse im Weg:

  • 80 Prozent nennen Kosten als Hauptbarriere,
  • gefolgt von Zeitaufwand (74 Prozent)
  • und mangelnder Informationen zu Nachhaltigkeitsoptionen und Umsetzungsmöglichkeiten (63 Prozent).
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„Die Labore wollen den Wandel aktiv gestalten. Aber es braucht die richtigen Rahmenbedingungen und Unterstützung von allen Seiten“, sagt Ambos. „Das bedeutet konkret: Die Politik muss nachhaltige Forschung stärker fördern und regulatorische Hürden abbauen. Wir als Hersteller sind gefordert, innovative und bezahlbare Lösungen wie recyclingfähige Produkte und geschlossene Materialkreisläufe anzubieten.“

Über die Befragung

Die Umfrage wurde im Januar 2025 unter 378 Labormitarbeitenden in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien und Österreich durchgeführt. Die Mehrheit der Teilnehmenden (65 Prozent) arbeitet als Labormanager oder Labortechniker. Weitere 24 Prozent der Befragten setzen sich aus wissenschaftlichem Personal zusammen – darunter Professoren und Projektleiter (7 Prozent), Doktoranden und Post-Docs (6 Prozent) sowie Forscher und Medizinforscher (8 Prozent). Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch Labordirektoren (3 Prozent), Einkäufer (1 Prozent) und Mitarbeitende aus anderen Laborbereichen (10 Prozent).

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