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Lufttechnik und Einrichtung
Die beiden Vortragsreihen am Dienstag, dem 19. Juni blicken in die Details der technischen Laborgebäudeausrüstung und der Laboreinrichtung. Vormittags stehen Wirtschaftlichkeit und (Energie-)effizienz der Laborlufttechnik auf dem Programm. Die Van Looy Group aus Belgien beschreibt die Verwendung von Wärmepumpen für die simultane Wärme- und Kälteerzeugung im Labor und Siemens Schweiz geht auf die Optimierung raumlufttechnischer Anlagen für Reinräume ein. Zwei Vorträge von Waldner und von Trox beschäftigen sich mit der bedarfsabhängigen Steuerung von Zu- und Abluft in Laboratorien und ein Vortrag aus den USA schildert Konzepte, diese Lufttechnik mit niedrigstem Energieeinsatz klimaneutral auszulegen.
Die Lufttechnik ist in vielen Laboratorien ein kostenintensives Schlüsselelement, das keineswegs immer zur Zufriedenheit des Laborbetreibers und des Nutzers arbeitet. Seit 1992 gibt es in Deutschland als einzigem europäischen Land eine Norm (DIN 1946-7), die Hilfestellung bei Planung und Ausführung lufttechnischer Anlagen in Laboratorien gibt. Derzeit wird zumindest in Frankreich und in England diskutiert, ob man nicht gleichfalls Normen für den eigenen nationalen Geltungsbereich erarbeiten und einführen sollte. Alternativ wird im CEN Technischen Komitee 332 für Laborausrüstungen erwogen, auf Basis der DIN 1946-7 eine europäische EN-Norm zu erstellen, die dann in mehr als 30 Ländern Gültigkeit hätte.
Am Dienstag Nachmittag beschreiben führende europäische Laboreinrichtungshersteller – darunter Burdinola, Düperthal, Köttermann und Waldner − ihre Bemühungen, Laboreinrichtungen funktional, preisgünstig und umweltverträglich zu konstruieren, herzustellen und in sinnvollen Grenzen wiederzuverwerten. Auch werden Anforderungen an die Reinigbarkeit, Desinfizierbarkeit und Sterilisierbarkeit von Labor- und Laboreinrichtungsoberflächen behandelt, die in Reinraumlabors, mikrobiologischen und medizinischen Labors wichtig sind.
Sicherheit und Nachhaltigkeit
Da in den meisten Laboratorien die Gefahrstoffverordnung angewendet werden muss, darf bei der Energieeffizienzdiskussion die Sicherheit nicht aus den Augen verloren werden. So kann der energieintensive Luftwechsel in Labors nicht beliebig reduziert werden, weil die wirkungsvolle Abführung von unbeabsichtigt freigesetzten Gefahrstoffen in die Laborluft sichergestellt sein muss. Deshalb beschäftigen sich zwei Vortragsreihen am Mittwoch, dem 20. Juni und am Donnerstag, jeweils vormittags, mit Sicherheitseinrichtungen wie Notduschen, Schränken zur Lagerung von Gefahrstoffen und Abzügen.
Das Fraunhofer Institut Umsicht fasst die Ergebnisse einer soeben unter Federführung der BG RCI durchgeführten Untersuchung zum Abspülverhalten von Körpernotduschen zusammen. Die Ergebnisse sollen in ein mögliches europäisches Normprojekt für Notduschen einfließen. Der Experimentalvortrag von Asecos zur sicheren Lagerung von brennbaren und explosiven Gefahrstoffen in Arbeitsräumen hat schon ACHEMA-Tradition und findet Mittwochs um 12:30 Uhr und Donnerstags um 16:30 Uhr statt.
Am Donnerstag Vormittag moderiert der Obmann des zuständigen europäischen Normungskomitees, Dr.-Ing. Bernhard Mohr, eine Vortragsreihe zu Abzügen und deren Wechselwirkungen mit der Laborraumlufttechnik. Infracor stellt ein neues Konzept für begehbare Abzüge unterschiedlichster Größe vor.
Darüber hinaus hat Egnaton e.V. Fachleute aus mehreren europäischen Ländern und den USA für ein öffentliches Expertengespräch gewonnen, das Mittwoch (20. Juni) um 15:00 Uhr in der Halle „Forum“ stattfindet. Die Fachleute schildern Strategien und Maßnahmen für nachhaltige Labors in ihren Ländern und greifen Fragen und Vorschläge aus dem Auditorium auf.
* Dipl.-Ing. E. Dittrich: Egnaton e.V., 64625 Bensheim
* *Dr. B. Winter: DIN Normenausschuss Labor, 60486 Frankfurt am Main
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