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ACHEMA 2012 Zukunft des Laborbaus – Vortragsreihe auf der ACHEMA 2012

| Autor/ Redakteur: Egbert Dittrich* und Burkhard Winter** / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Seit einigen Jahren ist Nachhaltigkeit auch bei Laboratorien zu einem Schlagwort geworden. Handelt es sich dabei um mehr als nur ein Modethema? Auf der diesjährigen ACHEMA stellen internationale Experten den aktuellen Stand der Entwicklung dar.

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Abb. 1: Auch bei Laboreinrichtungen ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ in den letzten Jahren zu einem Schlagwort geworden.
Abb. 1: Auch bei Laboreinrichtungen ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ in den letzten Jahren zu einem Schlagwort geworden.
(Bild: Laborbau Systeme Hemling)

Um zu eruieren ob es sich bei nachhaltigen Laboratorien – sustainable laboratories – um mehr als nur ein Modethema handelt, hat der DIN Normenausschuss „Laborgeräte und Laboreinrichtungen“ internationale Experten gebeten, den Stand der Entwicklung auf der diesjährigen ACHEMA darzustellen und Ausblicke in die Zukunft zu wagen. Dank des großen Engagements des europäischen Vereins für Nachhaltige Laboratorien Egnaton e.V. und der amerikanischen Organisationen Labs21 und I2SL (International Institute for Sustainable Laboratories) entstand ein umfangreiches Vortragsprogramm mit 33 Vorträgen, die in sechs Vortragsblöcke gegliedert sind. Die vortragenden Fachleute kommen aus sieben verschiedenen europäischen Ländern und den USA (9 Vorträge).

Laborplanung und Laborbetrieb

Da eine sinnvolle Laborplanung nicht ohne Berücksichtigung der architektonischen Gegebenheiten durchgeführt werden kann, beschäftigt sich die erste Vortragsreihe am Montag Vormittag, dem 18. Juni 2012 mit Gebäudekonzepten, der Einbindung des Facility Managements und mit grundlegenden Strategien für zukunftsfähige Laboratorien. Unter anderem stellt das amerikanische Architekturbüro Grumman/Butkus Associates eine Fallstudie aus Chicago vor und die spanischen Laborbauer High Identity Buildings beschreiben die notwendige Flexibilität bei der Gebäudekonstruktion.

Der Montag Nachmittag ist der Laborplanung und dem (energie-)effizienten Laborbetrieb unter Berücksichtigung von Kosten und Sicherheit gewidmet. Laborplaner bemühen sich, Anforderungen und Bedürfnisse der Labornutzer in einem möglichst frühen Stadium der Planung zu berücksichtigen. Insbesondere in Forschungslabors sind jedoch bisweilen die späteren Labornutzer zum Planungszeitpunkt des Labors noch unbekannt. Mike Dockery, ein führender Laborplaner aus Großbritannien und Vorsitzender des britischen Normenausschusses für Laborausrüstung, hinterfragt in seinem einführenden Vortrag die Möglichkeiten für ein universelles Forschungsgebäude basierend auf der Erkenntnis, dass etwa 80% der Laboraktivitäten so weit verbreitet sind, dass deren Berücksichtigung durch einen erfahrenen Laborplaner bei einem hinreichend flexiblen Laborlayout keiner frühzeitigen Rückkopplung mit dem Nutzer bedarf.

Weitere Vorträge beschäftigen sich u.a. mit der Optimierung von Betriebskosten (Bauakademie Berlin und BASF SE), der Nutzung von Daten aus der Gebäudeautomatisierung für den Laborbetrieb (Siemens USA) und der Optimierung von Laborbeleuchtung (Cutron Electronics, USA).

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