English China
Suchen

Entsorgung Anlage zerkleinert Glasküvetten speziell für die Chemieindustrie

Autor / Redakteur: Julia Rummel* / Dr. Ilka Ottleben

Die Entsorgung von Glasküvetten war bisher ein teures und umständliches, aber dennoch notwendiges Übel für Chemieunternehmen. Eine neue Anlage optimiert nun den Recycling- und Entsorgungsprozess von Glasküvetten mit säurehaltigem Inhalt.

Firmen zum Thema

Abb. 1: Um den Recycling- und Entsorgungsprozess von Glasküvetten für Chemieunternehmen deutlich zu vereinfachen, entwickelte Erdwich Zerkleinerungssysteme eine spezielle Anlage, die vollautomatisch arbeitet und die Reststoffe zudem von säurehaltigen Flüssigkeiten befreit.
Abb. 1: Um den Recycling- und Entsorgungsprozess von Glasküvetten für Chemieunternehmen deutlich zu vereinfachen, entwickelte Erdwich Zerkleinerungssysteme eine spezielle Anlage, die vollautomatisch arbeitet und die Reststoffe zudem von säurehaltigen Flüssigkeiten befreit.
(Bild: Erdwich Zerkleinerungssysteme)

Nach ihrem Einsatz in der chemischen Industrie sind Glasküvetten in der Regel mit verschiedenen, säurehaltigen Flüssigkeiten benetzt und mit Kunststoffverschlüssen zugeschraubt. So werden sie meist bis zu ihrer Entsorgung in Styroporboxen aufbewahrt. Bei der Entsorgung müssen also vier Fraktionen strikt voneinander getrennt werden, um die einzelnen Stoffe adäquat recyceln zu können. Erdwich Zerkleinerungssysteme hat ein System entwickelt, das dies problemlos ermöglicht. Bei der Firma Merck sind die ersten Shredder bereits erfolgreich im Einsatz. Dabei wünschte sich der Konzern ein kompaktes System, das vier verschiedene, säurehaltige Flüssigkeiten getrennt auffängt sowie schnell und vollautomatisch arbeitet.

Recycling-Prozesse in der Chemieindustrie optimieren

Um Shredder- und Recycling-Prozesse für die Chemieindustrie zu optimieren, wurde eine spezielle Anlage entworfen, die Glasküvetten mit säurehaltigem Inhalt von ihren Verschlusskappen optimal trennt und jeweils danach der Verwertung zuführt. Auch die zugehörigen Styroporboxen müssen vollautomatisch abgetrennt und ebenfalls in einen Wiederverwertungsprozess übergeben werden. „Merck wünschte sich zusätzlich die Zerkleinerung der Styroporverpackungen, um eine deutliche Volumenreduktion zu erreichen“, erklärt Anton Keller, Leiter Technik bei Erdwich Zerkleinerungssysteme. „Dazu müssen sie vor der Zerkleinerung geleert werden, wobei die Küvetten nicht zu Bruch gehen dürfen.“ Damit dies sicher klappt, werden die Boxen mit den 100 mm langen Küvetten per Hand auf ein Förderband gelegt. Von hier aus werden sie taktgesteuert und horizontal zu einer Hub-Kipp-Vorrichtung (HKV) transportiert, die jeweils eine Box in die pneumatische Manipulationseinrichtung am Hubschlitten der HKV stellt. Von hier aus wird das Material vertikal zum Trichtereinwurfbereich des Küvetten-Zerkleinerers befördert, wo die Styroporbehälter ausgeleert und mithilfe einer „Dornenplatte“ von unten durchstochen werden, sodass, falls einmal eine Küvette festklemmen sollte, diese sicher herausgedrückt wird.

Bildergalerie

„Für die von Merck gewünschte schnelle Materialzufuhr mussten wir diese automatisieren, um in kurzen Prozessschritten den horizontalen und vertikalen Transport sowie das Herausdrücken der Küvetten aus der Styroporbox zu realisieren“, so Keller. Die leeren Styroporboxen werden im oberen Vertikalförderbereich der HKV mittels eines pneumatisch betätigten Ausblasmechanismus seitlich in einen Spezial-Styropor-Shredder abgeworfen und zerbrochen, bevor sie in einem Kunststoffsack verschwinden.

(ID:42583187)