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Kohlenstoff-Nanoröhrchen Bayer beendet Forschung an Kohlenstoff-Nanoröhrchen

Redakteur: Tobias Hüser

Bayer Material Science forscht zukünftig nicht mehr an Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Das Unternehmen sieht zu wenig Überschneidungen der Nanotechnologie mit den Kernprodukten von Bayer und deren Anwendungsbereiche. Die Forschungsergebnisse sollen aber an potentielle Interessenten weitergegeben weeden.

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Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer Material Science, sieht zwar ein großes Potential in Kohlenstoff-Nanoröhrchen, allerdings sind aus seiner Sicht die Überschneidungen mit den Kernprodukten von Bayer zu gering.
Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer Material Science, sieht zwar ein großes Potential in Kohlenstoff-Nanoröhrchen, allerdings sind aus seiner Sicht die Überschneidungen mit den Kernprodukten von Bayer zu gering.
(Bild: Bayer AG)

Leverkusen – Forscher von Bayer Material Science hatten in Zusammenarbeit mit externen Partnern in den vergangenen Jahren komplexe Fragen zur sicheren Herstellung von speziellen Kohlenstoff-Nanoröhrchen bearbeitet. Es wurden Verfahren zur Aufskalierung der Produktionsprozesse erarbeitet sowie neue Katalysatorgenerationen und Produkttypen entwickelt.

Viele Erkenntnisse wurden bereits im Laufe der vergangenen Jahre anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Innovationsallianz Carbon Nanotubes (Inno.CNT) zur Verfügung gestellt, zu deren rund 90 Mitgliedern auch Bayer Material Science gehört.

"Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Kohlenstoff-Nanoröhrchen ein großes Potenzial haben", erläutert Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer Material Science. Jedoch habe sich herausgestellt, dass die möglichen Anwendungsbereiche, die von technischer Seite vielversprechend erscheinen, derzeit entweder sehr fragmentiert seien oder nur wenige Überschneidungen mit den Kernprodukten des Unternehmens und deren Anwendungsspektrum hätten.

Thomas weiter: „Für Bayer Material Science sind mit Bezug zum eigenen Portfolio bahnbrechende Anwendungen für den Massenmarkt und mithin eine umfangreiche Kommerzialisierung derzeit nicht in Sicht.“ Dennoch sei das Know-how eine wichtige Grundlage für einen möglichen späteren Einsatz von CNT, zum Beispiel in der Optimierung von Lithium-Ionen-Batterien. „Zur konkreten Nutzung des erarbeiteten Know-hows stehen wir in Kontakt mit potentiellen Interessenten“, so Thomas. Die Mitarbeiter der Nano-Projekte sollen weiterhin im Unternehmen tätig bleiben und auf andere Arbeitsplätze vermittelt werden.

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