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Umfrage: Rohstoffknappheit Bei diesen Rohstoffen rechnen Experten künftig mit Versorgungsproblemen

Der jährliche globale Verbrauch an Rohstoffen nimmt rasant zu. Die steigende Nachfrage und die sich gegenläufig dazu bewegende begrenzte Verfügbarkeit einzelner Rohstoffe stellen Einkäufer vor eine enorme Herausforderung. Handelskriege und der zunehmende Protektionismus einzelner Staaten machen die Aufgabe weiterhin zunehmend schwieriger. Bei welchen Rohstoffen die Experten künftig mit Versorgungsproblemen rechnen zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Inverto in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt. PROCESS hat die Ergebnisse zusammengefasst.

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Die zunehmende Rohstoffknappheit beschäftigt die Einkäufer in den Unternehmen.
Die zunehmende Rohstoffknappheit beschäftigt die Einkäufer in den Unternehmen.
(Bild: magele-picture - stock.adobe.com)

Würzburg – Allein zwischen den Jahren 1979 und 2009 hat sich der jährliche globale Verbrauch an natürlichen Ressourcen wie Bau- und Industriemineralen, Erzen, fossilen Energieträgern und Biomasse von rund 35 auf fast 70 Milliarden Tonnen verdoppelt. Der zunehmende Wohlstand und die stetig wachsende Weltbevölkerung sind nur zwei der Gründe für diese Entwicklung. Sorgenfalten bereitet den Rohstoffeinkäufern der Unternehmen neben der zu erwartenden Preisexplosion auch die steigende Unsicherheit aufgrund der aktuellen weltpolitischen Gesamtlage.

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Als geeignete Maßnahme um der aktuellen Entwicklung gegenzusteuern, nennen 45 % der Befragten die Analyse der Supply Chain und Optimierung der Lagerbestände. 45 % der Studienteilnehmer wollen ihre Rohstofflieferantenbasis optimieren und 43 % streben eine langfristige Preisfixierung mit ihren Lieferanten an.

Preissteigerungen erwarten ca. ein Drittel der Befragten bei Eisenmetallen/Stahl (36 %) und Aluminium (35 %). Ein Viertel der Befragten gehen von erhöhten Preisen bei Kupfer (26 %) und Kunststoffen (25 %) aus.

In diesem Zusammenhang kritisiert Lars-Peter Häfele, Managing Director bei Inverto, vor allem das fehlende Know-How vieler Unternehmen in Bezug auf die Hedging-Methhode: „Gerade in den aktuell unsicheren Zeiten hinsichtlich steigender Rohstoffpreise und drohenden Lieferengpässen könnte Hedging für mehr Sicherheit im Rohstoffeinkauf sorgen.“

Zur Studie:

Die Rohstoffstudie 2018 ist von der Unternehmensberatung Inverto in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt entstanden. An der Studie haben 112 Geschäftsführer, Vorstände und Einkaufsleiter der Dach-Region inklusive UK im Zeitraum Juli und August 2018 teilgenommen. Mehrfachnennungen waren möglich. Die komplette Studie können Sie auf der Unternehmensseite von Inverto kostenfrei herunterladen.

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Über den Autor

Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Projektmanager Digital PROCESS/LABORPRAXIS