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Tipps für die Universitäts-Auswahl Chemie studieren, aber wo?

Von Christian Lüttmann

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Was ist die beste Uni für mich? Wir geben Ersti-Hilfe für die Hochschulwahl: Mit Uni-Rankings, einer Übersichtskarte der Chemie-Unis Deutschlands und weiteren Tipps für die Uni-Wahl im Allgemeinen.

Der Bachelor-Studiengang Chemie wird deutschlandweit an rund 50 Universitäten angeboten (Symbolbild).
Der Bachelor-Studiengang Chemie wird deutschlandweit an rund 50 Universitäten angeboten (Symbolbild).
(Bild: frei lizenziert, Dom Fou (PSE: Pixabay/Calua) / Unsplash)

Wo studiere ich am besten Chemie? Hierauf gibt es keine richtige Antwort, dafür aber sehr viele. Die LABORPRAXIS-Redaktion hat wichtige Punkte zusammengestellt, die bei der Wahl der Uni für ein Chemiestudium und ein Studium generell helfen.

In Deutschland bieten allein 54 Universitäten ein Chemie- oder chemisch orientiertes Studium an. Laut Suchanfrage bei hochschulkompass.de gibt es insgesamt 395 Bachelorstudiengänge Chemie, wozu z. B. auch duale Studiengänge oder Fernstudium zählen. Die Auswahl ist also groß. Eine erste Entscheidungshilfe kann hier das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) bieten, das in Zusammenarbeit mit Zeit Campus veröffentlicht wird.

Der Vorteil bei diesem auf Deutschland zugeschnittenen Uni-Ranking: Über die Filterfunktion lassen sich Studienfächer auswählen, sodass die Infos passgenau zu den eigenen Studienwünschen angezeigt werden. Wir haben mit den CHE-Ergebnissen fürs Chemiestudium eine Top 10 der besten Chemie-Unis in Deutschland zusammengestellt. Diese soll als erster Überblick dienen, welche Unis sich möglicherweise für die engere Auswahl bei der Studienplatzsuche lohnen. Die Ergebnisse unseres Rankings zeigt diese Bildergalerie:

Top 10 Unis für Chemie (CHE Hochschulranking 2022)
Bildergalerie mit 24 Bildern

Obwohl ein solches Uni-Ranking wie das vom Centrum für Hochschulentwicklung verlockend ist, um die vermeintlich beste Uni zu finden, sollte man derartige Top-Listen doch mit einem gewissen Maß an Skepsis betrachten. Im Fall des CHE-Rankings kann eine an sich gute Hochschule beispielsweise übersehen werden, wenn sie für das Wertungskriterium, nach dem man gerade gefiltert hat, keine Daten vorliegen. Überhaupt ist ein oft angeführter Kritikpunkt des CHE-Rankings, dass zum Teil nur eine sehr kleine Datenmenge zugrunde liegt. So beruht die Bewertung der allgemeinen Studiensituation etwa auf Umfragen unter den Studierenden, bei denen zum Teil aber lediglich einige Dutzend Personen tatsächlich geantwortet haben.

Die besten deutschen Unis laut internationalen Rankings

Wer Alternativen zum CHE-Ranking sucht, sollte einen Blick auf die internationalen Uni-Rankings werfen. Hier sind die deutschen Hochschulen im Vergleich zu den Unis aus den USA oder Großbritannien zwar weit abgeschlagen – die besten deutschen Unis kommen dort erst ab den Plätzen 30 bis 60. Doch wenn man nur die deutschen Universitäten unter sich vergleicht, erhält man auch hier ein Ranking der besten Universitäten Deutschlands. (Hinweis: die nach internationalen Rankings besten Unis der Welt zeigen wir ganz am Ende dieses Artikels.)

Der Vorteil bei den internationalen Rankings im Vergleich zum CHE-Uniranking: Es werden andere, zum Teil deutlich detailliertere Bewertungsgrundlagen genommen. So ist beim Shanghai-Ranking die Platzierung der Uni fast zu einem Drittel davon abhängig, wie viele Auszeichnungen (Nobelpreise und Fields-Medaillen) Alumni sowie aktuelle Angestellte bekommen haben. Das QS World Ranking legt großen Wert auf Zitierungen und Peer-Reviews in wissenschaftlichen Journalen. Und das World University Ranking von Times Higher Education (THE Ranking) hat mit Umfragen zum Ruf der Universität, der Beurteilung der Internationalität und dem Einkommen der Institution den detailliertesten Bewertungskatalog dieser drei Uni-Rankings.

Wie viel Wert man auf ein Uni-Ranking legt, wenn es um die Auswahl der eigenen zukünftigen Hochschule geht, ist jedem selbst überlassen. Es kommt schließlich nicht unbedingt auf das Urteil von anderen an, sondern vor allem auf die eigenen Wünsche und Prioritäten, die man bei der Uni-Suche anlegt. Da geht es dann mitunter – wie bei der Wohnungssuche – auch einfach um Lage, Lage, Lage.

Wo ist hier die nächste Chemie-Uni?

Für viele ist der Beginn eines Studiums mit einem großen Umbruch im Leben verbunden. Genauer gesagt: einem Umzug. Doch wer sich mit Veränderungen schwertut oder sich einfach die Miete für ein WG-Zimmer nicht leisten kann, möchte oder muss eventuell noch eine Weile bei den Eltern wohnen bleiben. Aber wo ist die nächste Uni mit Chemiestudiengang?

Auf der Karte unten sind alle deutschen Universitäten eingetragen, die ein Chemiestudium anbieten. Dann braucht es nur noch die Bahn-App, um die Zugverbindung fürs Pendeln herauszufinden und zu überlegen, ob sich die mietfreie Schonzeit bei den Eltern noch ein wenig ausdehnen lässt.

Übrigens: Im Semesterbeitrag der Uni ist in der Regel auch ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr enthalten. Für welche Strecken es gilt, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Hier sollte man sich vorher beim Semesterticketbüro oder zuständigen Ansprechpartner der Studierendenvertretung (AStA) der jeweiligen Uni informieren. Weitere allgemeine Infos zum Semesterticket gibt es auch auf laenderticket.de

Was ist sonst noch wichtig bei der Uni-Wahl?

Neben dem Uni-Ranking und dem Ort der Hochschule können noch viele weitere Faktoren eine Rolle bei der Wahl der Hochschule spielen.

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Bei vielen dieser Fragen hilft es, sich einen Tag frei zu nehmen und die Uni vor Ort zu erkunden. Erste Anlaufstellen sind die Fachschaft oder die allgemeine Studierendenvertretung (AStA). Am besten kontaktiert man diese im Vorfeld und vereinbart, wenn möglich, einen Besuchstermin. Gegebenenfalls können die Ansprechpersonen auch direkt den Kontakt zu eingeschriebenen Studierenden herstellen – diese wissen schließlich am besten, wie die tatsächliche Situation an der Uni ist. Hier kommt es natürlich stark auf das subjektive Empfinden des Einzelnen an.

Für die harten Fakten zum Studiengang gibt es auf der jeweiligen Uni-Seite das Modulhandbuch. Darin sind alle Fächer, Praktika und zu erbringenden Prüfungen aufgelistet. Beim Bachelorstudiengang Chemie ist hier normalerweise wenig Spielraum für eigene Gestaltung: Der Großteil des Studiums ist vorgegeben – auch weil viele Klausuren Zugangsvoraussetzungen für Praktika sind. Der Vorteil ist, dass man sich normalerweise wenig Gedanken um die Stundenplanerstellung machen muss, da dieser für jedes Semester mehr oder weniger vorgegeben wird.

Die Elite-Unis sind in England und den USA

An welcher Uni man letztlich landet, ist immer eine persönliche Entscheidung, für die zahlreiche Faktoren gegeneinander abzuwägen sind. Wer den Mut, die Fähigkeiten und vor allem die finanziellen Mittel hat, kann sich sogar auf ein Studium an einer Elite-Uni im Ausland bewerben. In den USA und Großbritannien erheben Hochschulen allerdings Jahresbeiträge von oft mehreren zehntausend Euro und stellen zudem hohe Aufnahmeanforderungen an ihre Bewerber. Und selbst kleinere oder staatlich finanzierte Hochschulen kosten tausende Euro pro Jahr.

Dafür sichern sich Harvard, Oxford und Co. Jahr für Jahr die Spitzenplätze in international bekannten Uni-Rankings wie dem World University Ranking von Times Higher Education (THE), dem QS World University Ranking und dem Academic Ranking of World Universities (ARWU) – besser bekannt als Shanghai-Ranking.

Wer nicht genug von Uni-Rankings bekommen kann, sollte sich auf der Uniranking-Übersicht von Mystipendium umsehen. Hier sind weitere Infos zu einigen deutschen und internationalen Uni-Rankings zusammengestellt.

Und für die besten Universitäten für Biologie und Biowissenschaften gibt es eine eigene Bildergalerie von LABORPRAXIS:

Top 10 Unis für Biologie und Biowissenschaften (CHE-Hochschulranking 2022)
Bildergalerie mit 24 Bildern

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