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Länderreport Südafrika

Chemieindustrie am Kap der Guten Hoffnung

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Petrochemie

Im Petrochemiebereich stellt Sasol jährlich rund 2 Mio. t Olefine aus Kohle her. Etwa 1,4 Mio. t gehen an Tankstellen, der Rest wird in Downstream-Chemiesektoren weiterverarbeitet. Darüber hinaus produziert Petro SA LNG-Flüssiggas in Mossel Bay. Sasol und Petro SA liefern zusammen etwa 30% des im Land benötigten Öls. Der Rest muss importiert werden und wird in den lokalen Raffinerien verarbeitet. Diese Anlagen kommen mittlerweile in die Jahre und liefern zur Zeit nur 70 bis 80% der Planungsleistung.

Bis 2017 soll in Südafrika der Euro-5-Standard für Kraftstoffe eingeführt werden, sodass bis zu 2,5 Mrd. Euro in die technische Aufrüstung der Betriebe investiert werden müssten.

Kosmetikmarkt

Führend auf dem südafrikanischen Kosmetikmarkt sind die multinationalen Konzerne Unilever (Niederlande), L'Oréal (Frankreich), Revlon (USA) sowie Estée Lauder (USA).

Außenhandel

Die Einfuhr ausgewählter Chemieerzeugnisse nach Südafrika stieg 2011 gegenüber dem Vorjahr um 17,3% auf 82,3 Mrd. R an. Rund 11% der Gesamtbezüge in diesem Segment stammten aus Deutschland. Wichtigste Lieferländer waren neben Deutschland die VR China und die USA.

Geschäftspraxis

Für die Zulassung und Zertifizierung von chemischen Produkten in Südafrika ist das South African Bureau of Standards zuständig. Nach Angaben von Branchenkennern leidet die Behörde jedoch seit einigen Jahren unter Kapazitätsmängeln. So fehle zum Beispiel eine effiziente Qualitätskontrolle. Viele Unternehmen setzen daher eigene Standards, die zum Teil deutlich höher liegen können als die staatlichen. Bei pharmazeutischen Produkten ist der dem Gesundheitsministerium untergeordnete Medicine Control Council verantwortlich.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Südafrika finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

* Quelle: Germany Trade and Invest

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