English China
Suchen

Länderreport Brasilien

Chemieindustrie hinter der Copacabana

Seite: 3/5

Firmen zum Thema

Hohe Dynamik der brasilianischen Pharmabranche

Die Nachfrage nach Pharmaerzeugnissen sowie Kosmetikartikeln in Brasilien nimmt mit der Kaufkraft der Bevölkerung stetig zu. In den 29 Drogerieketten des Einzelhandelsverbandes Abrafarma stieg der Verkauf 2011 wie erwartet um über 20% auf 20,5 Mrd. brasilianische Reais an (R$; rund 12,3 Mrd. US$, jahresdurchschnittlicher Wechselkurs 2011: 1 US$ = 1,67 R$). an. Besonders stark nahm der Absatz von Generika (+27%) und allgemeinen Drogerieartikeln (+29%) zu. Der Verkauf von patentierten Medikamenten stieg um 17%. Der Gesamtumsatz aller Apotheken und Drogerien Brasiliens belief sich auf 41,8 Mrd. R$.

Abrafarma rechnet mit einem anhaltend hohen Wachstum auf ein Umsatzvolumen von über 70 Mrd. R$ im Jahr 2015. Die Expansion großer Ketten über die Einrichtung zusätzlicher Filialen sowie über Fusionen und Übernahmen verdeutlicht die außerordentlich hohe Dynamik des Marktes. Eine Marktkonsolidierung zeichnet sich bislang nicht ab.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Kosmetika, Reinigungsmittel, Farben und Lacke

Der Absatzes von Kosmetik- und Körperpflegemitteln wächst laut Branchenverband Abihpec real um durchschnittlich 10% pro Jahr. Mit einer Umsatzsteigerung von 14,5% auf 15,4 Mrd. US$ erzielte der Sektor 2011 erneut ein gutes Ergebnis. Nach jahrelangem Bilanzüberschüssen und einem ganz leichten Defizit 2010 verzeichnete die Branche 2011 erstmals ein deutliches Handelsbilanzdefizit in Höhe von 126 Mio. US$.

Abihpec sieht den Anstieg des Importvolumens um 26% nicht als reine Folge von Wechselkurseffekten, sondern als Anzeichen verschärfter Markteintrittsbestrebungen internationaler Kosmetikmarken. Im internationalen Vergleich ist der brasilianische Absatzmarkt der drittgrößte nach den USA und Japan und birgt ein enormes Wachstumspotenzial für Luxusmarken.

Die Nachfrage nach Reinigungsmitteln sowie nach Farben und Lacken wird zum Großteil über im Inland produzierte Güter gedeckt. Angesichts der boomenden Bauwirtschaft ist mit einem stark zunehmenden Bedarf an Farben und Lacken sowie Baumaterial zu rechnen.

(ID:37236300)