English China
Suchen

Länderreport Brasilien

Chemieindustrie hinter der Copacabana

Seite: 4/5

Firmen zum Thema

Produktion/Branchenstruktur

Die brasilianische Chemiebranche trägt etwas mehr als 10% zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der verarbeitenden Industrie des Landes bei. Unter den wichtigsten Chemienationen nahm Brasilien in 2010 den siebten Rang ein. Abiquim erwartet mittelfristig die Etablierung unter den fünf wichtigsten Chemienationen.

Weitere Ziele des vom Verband formulierten "Pacto Nacional de Indústria Química" sind eine dominante Position in der "grünen Chemie" sowie Handelsbilanzüberschüsse. Letzteres erfordert laut Berechnungen von Abiquim bis 2020 Investitionen in Höhe von 167 Mrd. US$. Bei einem geplanten Investitionsumfang von maximal 25 Mrd. US$ für den Zeitraum von 2011 bis 2015 erscheint dies jedoch unerreichbar. Besonders hoch ist die Importabhängigkeit bei Nährstoffen für die Düngemittelproduktion und bei Wirkstoffen für Pharmazeutika und Pflanzenschutzmittel.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Braskem ist Monopolist auf dem lokalen Polypropylen- und Polyethylenmarkt und strebt die Stellung als fünftgrößtes Petrochemieunternehmen der Welt und als Marktführer in nachhaltiger Chemie an. Nach der Inbetriebnahme der weltgrößten Produktionsanlage von "grünem" Polypropylen Ende 2010 in Triunfo/RS beschloss Braskem den Bau eines weiteren Werks.

Die bei Weitem umfangreichsten Investitionen unternimmt das staatliche Unternehmen Petrobras. Mit dem Ziel der Senkung der Importabhängigkeit Brasiliens agiert der Konzern zukünftig verstärkt in der Gewinnung von Nährstoffen für die Düngemittelproduktion. Der Konzern Vale tätigt ebenfalls hohe Ausgaben in die Düngemittelherstellung. Wichtige multinationale Chemiekonzerne im Land sind BASF, Bayer und Dow Brasil.

(ID:37236300)