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Chemie-Länderreport Indonesien

Chemieindustrie im weltgrößten Inselstaat

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Petrochemie

In der petrochemischen Industrie sind nach Einschätzung von Fachleuten Investitionen von wenigstens 20 Mrd. US$ erforderlich. Mehrere Unternehmen verfolgen Projekte im Upstream-, Midstream- und Downstream-Bereich. Im Mittelpunkt der Investitionen im Petrochemiesektor steht PT Chandra Asri Petrochemical Tbk (CAP). Die CAP-Werke liegen - wie viele andere Petrochemie-Betriebe - in der Provinz Banten, wo das Handelsministerium in der Provinzhauptstadt Serang für 20 Mrd. Rp das "National Petrochemical Industry Study and Development Center" errichtet.

CAP plant im Zeitraum 2011 bis 2014 Investitionen von insgesamt 462,5 Mio. US$, um der steigenden lokalen Nachfrage nach Polyolefinen Rechnung zu tragen. Das 100 Mio. US$ teure im Bau befindliche Butadien-Werk mit einer Jahreskapazität von 100.000 t soll 2013 in Betrieb gehen. Butadien wird zur Produktion von synthetischem Butadien-Kautschuk (SBR) verwendet, der zusammen mit Naturkautschuk bei der Herstellung von Reifen benötigt wird.

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Indonesien importiert derzeit hohe Mengen an Butadien und SBR. Darüber hinaus investiert CAP zum Ausbau der Kapazitäten in seinen bestehenden Werken 362,5 Mio. US$.

Deutsche Chemieunternehmen in Indonesien

Deutsche Chemieunternehmen wie BASF, Bayer, Merck und Schering sind in Indonesien erfolgreich und sehen das Land weiterhin als Wachstumsmarkt. Der Konsolidierungsprozess in der chemischen Industrie des Landes dürfte sich verstärkt fortsetzen. Nach einem Dekret des Industrieministeriums vom 30.11.11 gewährt die Regierung förderungswürdigen Projekten für die Produktion von petrochemischen Grundstoffen und die Erdöl-Raffinierung mit einem Investitionswert von mindestens 1 Bill. Rupiah Steuerbefreiungen für einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren.

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