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Länderreport Malaysia Chemieindustrie in Südostasien

| Autor/ Redakteur: Rainer Jaensch, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

Malaysias Chemiemarkt wird angesichts der weltwirtschaftlichen Abschwächung 2012 wohl langsamer wachsen als gewohnt. Mit einem Plus im unteren einstelligen Bereich bleibt das Land dennoch für Lieferanten chemischer Produkte hochinteressant.

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(wikimedia commons)

Kuala Lumpur - Die Binnennachfrage in Malaysia ist robust, wenngleich die Dynamik in wichtigen Abnehmerbranchen wie Kfz und Wohnungsbau nachlässt. Ein deutlicher Anstieg zeigt sich im Pharmasegment. Positiv sind mittelfristig auch die Aussichten für die Downstream-Produktion.

Marktentwicklung

Der malaysische Markt für Kunststoffprodukte stagniert 2012 nach Einschätzung der Hersteller, nachdem er im Vorjahr um 4,2% geschrumpft war. Lediglich die Exporte, die 2011 - mit steigender Tendenz - 62% des Umsatzes der lokalen Kunststoffindustrie ausmachten, dürften der Branche 2012 insgesamt zu einem Wachstum von etwa 2% verhelfen.

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Mit einer ähnlichen Steigerung erzielte die Branche 2011 einen Gesamtumsatz von 16,1 Mrd. malaysischen Ringgit (RM; rund 3,8 Mrd. Euro; 1 Euro = 4,27 RM), erklärte S C Chan von der Malaysian Plastics Manufacturers Association im Gespräch mit Germany Trade & Invest. Die stärksten Zuwächse sieht er mit 8 bis 10% - überwiegend durch Exporte getragen - bei Folien. Auch Kunststoffteile für die Bauwirtschaft, die sich in Malaysia angetrieben von Infrastrukturprojekten weiter positiv entwickelt, dürften mit 4 bis 5% deutlich zulegen.

Wachsende Absatzchancen sehen Branchenvertreter außerdem für importierte Spezialchemikalien, beispielsweise zur Verstärkung von Beton beim Brücken- und Hochbau.

Automobilindustrie

Der Automobilmarkt verliert 2012 an Dynamik und dürfte nur noch rund 2% mehr Kunststoffteile aufnehmen. Mittelfristig kann jedoch der Absatz von Kunststoff in der malaysischen Kfz-Fertigung wieder flüssiger laufen. Denn im internationalen Vergleich bestehe hier noch Nachholbedarf, konstatieren Branchenvertreter. Das Gros der Kunststoffprodukte war 2011 mit 42% für Verpackungen bestimmt, 35% gingen in die Automobil- und die Elektro- und Elektronikindustrie, 20% in andere Konsum- und Industrieprodukte.

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