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Sichere Gefahrstofflagerung Das kleine Gefahrstoffdepot im Kombi-Sicherheitsschrank

Autor / Redakteur: Manuela Krawetzke* / Dr. Ilka Ottleben

Die sichere und vorschriftsmäßige Gefahrstofflagerung verschiedener Gefahrstoffklassen direkt am Arbeitsplatz ist heutzutage eine der großen Anforderungen im Analyse- oder Forschungslabor insbesondere im universitären Bereich. Kombi-Sicherheitsschränke sind hier das Mittel der Wahl.

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Abb. 1: An Praktikumsarbeitsplätzen in universitären Einrichtungen macht es Sinn, jeder Forschungsgruppe ein eigenes kleines Chemikaliendepot direkt am Arbeitsplatz einzurichten.
Abb. 1: An Praktikumsarbeitsplätzen in universitären Einrichtungen macht es Sinn, jeder Forschungsgruppe ein eigenes kleines Chemikaliendepot direkt am Arbeitsplatz einzurichten.
(Bild: © WavebreakMediaMicro - Fotolia)

Besonders im universitären Bereich, beispielsweise an Praktikumsarbeitsplätzen, ist es sinnvoll, jeder Forschungsgruppe ein eigenes kleines Chemikaliendepot vor Ort einzurichten. So genannte Kombi-Sicherheitsschränke erlauben die kompakte und vorschriftsmäßige Lagerung von Säuren, Laugen und Lösemitteln in einer Lagereinheit. Damit hat jeder Student oder wissenschaftliche Mitarbeiter die genau passenden Zutaten sofort griffbereit, die Gruppen kommen sich weder organisatorisch noch physisch in die Quere.

Gefahrstofflagerung – Getrennt zusammen lagern

Kombinieren – von der Wortbedeutung her ist dies das sinnvolle Verbinden unterschiedlicher Dinge zu einer Einheit. Auch bei der Gefahrstofflagerung ist heute Kombinieren möglich. Obwohl die Zusammenlagerung von Chemikalien unterschiedlicher Klassen aufgrund möglicher chemischer Reaktionen ein heikles Thema ist und in der Gefährdungsbeurteilung geprüft werden muss, finden Säuren, Laugen und entzündbare Flüssigkeiten in Kombi-Sicherheitsschränken gemeinsam in kleinen Lagereinheiten in jedem Fall einen sicheren Platz. Die Alternative wäre die Beschaffung der benötigten Mittel in zentralen Lägern oder bei anderen Arbeitsgruppen, im Falle man teilt sich die Lagerschränke.

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„Die Aufteilung unseres Sicherheitsschrankes in mehrere Lagerabteile macht die Zusammenlagerung erst möglich“, erläutert Sven Sievers, Bereichsleiter Produktmanagement beim Sicherheitsschrank-Hersteller Asecos. „Durch unterschiedliche Konstruktion der einzelnen Abteile entsprechen sie genau den unterschiedlichen Anforderungen, die verschiedene Gefahrstoffklassen an ihre Lagerung haben, wie etwa aggressive Chemikalien oder Lösemittel.“ Kombiniert werden in der Regel zwei bis vier separate Lagerabschnitte. Je nach Bedarf kommen verschiedene Materialien zum Einsatz: Das Schrankabteil für die Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten ist aus feuerwiderstandsfähigen Materialien gefertigt und entspricht einem Sicherheitsschrank nach Europäischer Norm DIN EN 14470-1. Im Brandfall bietet dieses Abteil für mindestens 90 Minuten Feuerschutz für die gelagerten feuergefährlichen Lösemittel. Zusätzlich ist innerhalb dieses Lagerabschnitts ein separat verschließbares Giftfach integrierbar. Aus korrosionsbeständigen Materialien hingegen sind die Abteile für die Lagerung nicht entzündbarer, aber aggressiver Stoffe gefertigt. Alle metallischen Bestandteile, wie etwa die Türschließvorrichtungen, befinden sich außerhalb des Lagerraums, damit die aggressiven Säuren- oder Laugendämpfe dort keine Korrosion verursachen können. Auch die Schrankeinrichtung in diesen Lagerabschnitten ist komplett metallfrei und besteht aus Kunststoffen.

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