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Auszeichnung

Doktorandenpreis für Promotionsarbeit

| Redakteur: Doris Popp

Dr. Ulrich von Hülsen (li.), Mitglied der Geschäftsleitung Pfeiffer Vacuum und Professor Boris Sharkov (re.), wissenschaftlicher Geschäftsführer FAIR übergaben den FAIR-GSI-Doktorandenpreis an Dr. Ingo Tews.
Dr. Ulrich von Hülsen (li.), Mitglied der Geschäftsleitung Pfeiffer Vacuum und Professor Boris Sharkov (re.), wissenschaftlicher Geschäftsführer FAIR übergaben den FAIR-GSI-Doktorandenpreis an Dr. Ingo Tews. (Bild: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung)

Dr. Ingo Tews erhielt für seine Promotionsarbeit „Quantum Monte Carlo calculations with chiral effective field theory interactions“ den diesjährigen FAIR-GSI-Doktorandenpreis.

Asslar – Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird von Pfeiffer Vacuum gestiftet. Professor Boris Sharkov, wissenschaftlicher Geschäftsführer von FAIR, und Dr. Ulrich von Hülsen, Mitglied der Geschäftsleitung der Pfeiffer Vacuum GmbH, übergaben den Preis im Rahmen des GSI-Kolloquiums am 1. November. Festredner war Professor Johannes Wessels, Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ziel der Promotionsarbeit von Dr. Ingo Tews war es, Neutronensterne und neutronenreiche Atomkerne besser zu verstehen. In Neutronensternen ist die Materie so stark komprimiert, dass die extremen Bedingungen systematische Berechnungen der Zustandsgleichung von neutronenreicher Materie erfordern. Tews gelang es zum ersten Mal, Quanten-Monte-Carlo-Simulationen basierend auf modernsten effektiven Feldtheorien der starken Wechselwirkung durchzuführen.

Seine Ergebnisse werden in der Fachwelt als Meilenstein angesehen.„Ich freue mich sehr über diese tolle Auszeichnung und fühle mich geehrt, dass ich den FAIR-GSI-Doktorandenpreis für meine Arbeit erhalten habe. Stark wechselwirkende Systeme unter extremen Bedingungen sind ein spannendes Forschungsfeld, zu dem ich mit meinen Ergebnissen beitragen kann“, sagte Tews, der zunächst an der Technischen Universität Darmstadt Physik studiert hatte und anschließend dort seine Doktorarbeit schrieb. Gegenwärtig forscht der Preisträger am renommierten National Institute for Nuclear Theory in Seattle in den Vereinigten Staaten.

„Die Ergebnisse sind besonders faszinierend, da die Physik rund um neutronenreiche Kerne und Neutronensterne einer der Forschungsschwerpunkte der neuen Beschleunigeranlage FAIR ist“, sagte Professor Karlheinz Langanke, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI. „Die hervorragenden Forschungsmöglichkeiten an der GSI-Beschleunigeranlage und die Entwicklung von FAIR locken viele junge Wissenschaftler aus aller Welt zur GSI. Sie leisten mit ihren innovativen Ideen wichtige Beiträge zur Entwicklung der neuen Beschleuniger und Detektoren.“

Dr. Ulrich von Hülsen, Mitglied der Geschäftsleitung der Pfeiffer Vacuum, gratulierte dem Preisträger für sein wissenschaftliches Engagement: „Wissenschaftliche Arbeiten finden bei Pfeiffer Vacuum hohe Anerkennung. Wann immer wir Forschungsarbeit mit Vakuum-Know-how unterstützen können, sind wir mit Engagement und Zuverlässigkeit gerne zur Stelle.“ Pfeiffer Vacuum und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung verbindet eine langjährige Partnerschaft. Vakuumlösungen von Pfeiffer Vacuum werden dort seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Der Doktorandenpreis wird jährlich für die beste Doktorarbeit ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt waren Studierende, die im Jahr 2015 promovierten und durch das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung im Rahmen der strategischen Partnerschaften mit den Universitäten in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Heidelberg, Jena und Mainz oder durch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm gefördert wurden. Aktuell arbeiten über 300 Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen der Graduiertenschule HGS-HIRe (Helmholtz Graduate School for Hadron and Ion Research) an ihren Promotionsarbeiten an GSI und FAIR.

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