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Personalie

Dr. Helmut Tschiersky verlässt Bundesamt

| Redakteur: Doris Popp

Dr. Helmut Tschiersky, Präsident des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), wechselt zum 1. Dezember 2019 in das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dort wird er die Unterabteilung „Produktsicherheit, Gesundheitlicher Verbraucherschutz” leiten.

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Dr. Helmut Tschiersky verlässt das BVL und übernimmt Leitungsfunktion im BMEL.
Dr. Helmut Tschiersky verlässt das BVL und übernimmt Leitungsfunktion im BMEL.
(Bild: (c)2018 Claudius Pflug / Berlin)

Berlin – Dr. Helmut Tschiersky war mehr als elf Jahre Präsident des BVL. Er übernahm dessen Leitung zum 1. Juni 2008. Vorher war er Leiter der Arzneimitteluntersuchungsstelle des Instituts für Lebensmittel, Arzneimittel und Tierseuchen Berlin (ILAT) sowie kommissarischer Leiter des gesamten Instituts. Der promovierte Lebensmittelchemiker und Apotheker begann seine fachliche Laufbahn bei der Bundeswehr, wo er verschiedene Aufgaben im In- und Ausland wahrnahm.

Unter Dr. Tschierskys Führung hat sich das BVL stark gewandelt. So übernahm das Amt zahlreiche neue Fachaufgaben – etwa im Bereich des Lebensmittelbetrugs und der Lebensmittelkriminalität. Für die Kontrolle des Internethandels von Lebensmitteln, Futtermitteln und Bedarfsgegenständen wurde beim BVL die gemeinsame Zentralstelle „G@ZIELT“ geschaffen. Derzeit wird der Bereich um den Internetvertrieb von Pflanzenschutzmitteln erweitert.

Auch in anderen Themenfeldern des BVL gab es in Dr. Tschierskys Amtszeit neue Entwicklungen, wie die Zunahme von Antibiotikaresistenzen oder die neuen Züchtungstechniken in der Gentechnik, auf die das Amt mit verschiedenen Maßnahmen reagierte. Vor dem Hintergrund der zunehmenden globalen Warenströme war Dr. Tschiersky die Kooperation mit Drittstaaten besonders wichtig. Unter seiner Leitung schloss das BVL u.a. Vereinbarungen mit Behörden in China, Indien und Marokko.

In Dr. Tschierskys Amtszeit fielen auch mehrere lebensmittelbedingte Krisen. So konnten sowohl der EHEC-Ausbruch 2011 als auch das massive Auftreten von Norovirus-Erkrankungen 2012 durch Expertengruppen unter Leitung des BVL aufgeklärt werden. Als Reaktion auf diese Ereignisse hat Dr. Tschiersky im BVL den Aufbau eigener Krisenmanagementstrukturen angestoßen und umgesetzt.

Der stetige Zuwachs von Aufgaben bedeutete auch eine Zunahme der Beschäftigten: Waren 2008 rund 470 Menschen für das Amt tätig, übergibt Dr. Tschiersky seinem Nachfolger Friedel Cramer nun eine Behörde mit rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an fünf Standorten in Braunschweig und Berlin.

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