Suchen

Analytica 2010 eröffnet Gute Stimmung auf der Analytica

| Redakteur: Frank Jablonski

Fünf Hallen mit Produkten und Innovationen für die Labortechnik, Analytik und Biotechnologie - die Analytica startet mit einer guten Stimmung in ihre 22. Ausgabe. Vertreter der Veranstalter und Verbänden betonen den positiven Trend und Forscher geben Einblicke in die derzeit spannendsten Trend-Themen rund um die Analytik.

Firmen zum Thema

Prof. Dr. Günter Gauglitz, stellvertretender Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie
Prof. Dr. Günter Gauglitz, stellvertretender Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie
( Bild: LaborPraxis )

Bildergalerie

Der stellvertretende Vorsitzende der Geschätsleitung der Messe München Norbert Bargmann, eröffnete heute die 22. Analytica in München. „Welcome to the world of insights! mit diesem Slogan ist die Leitmesse für instrumentelle Analytik, Labortechnik und Biotechnologie gut beschrieben“, sagt er. „In fünf Hallen bilden wir den aktuellen Markt ab. Probenahme, Handling, Analyse oder Dokumentation im Labor bis hin zur Therapie oder Produktion im Labormaßstab - das sind die Themen.“ Dabei, so betont Bargmann, nimmt er eine positive Grundstimmung in der Branche wahr, die sich auch in den Ausstellerzahlen wiederspiegelt: In diesem Jahr stellen 1083 Aussteller aus - ein Niveau, das bis auf Achema-Jahre seit einigen Jahren konstant gehalten wird.

Internationalität steigt

Die Internationalität der Veranstaltung hingegen sei sogar weiter gestiegen, wie Bargmann weiter ausführt. So kommen 37,5% der Austeller aus dem Ausland und man erwartet einen ähnlich hohen Anteil an Ausländern bei den Besuchern (32%) wie im Jahr 2008. „Zuwächse haben wir vor allem bei Ausstellern aus China und Indien. Die Marke Analytica mit ihren Tochtermessen in China, Indien und Vietnam zeigt ihre Wirkung.“ schlägt Bargmann die Brücke zu den kommenden Veranstaltungen aus seinem Haus. Eine Brücke schlagen soll auch die Analytica Conference: Sie ist positioniert zwischen der Analytik und der Industrie. Mehr als 120 Vorträge wurden organisiert von den Verbänden GDCh, GBM und DGKL. Das Interesse fokussiert sich dabei laut Prof. Dr. Günter Gauglitz, stellvertretender Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie, auf vier Themen: „Wir sehen entscheidende Durchbrüche in der Analytik für die Biologie-, die Medizin- und die Pharmaforschung“, sagt er. Zudem lieferten große Erfolge in der Umweltanalytik gesicherte Baisdaten, um noch ausstehende Fragen zu beantworten. Als drittes betont er die Bedeutung der Lebensmittelanalytik für die Ernährungswissenschaften sowie abschließend den Stellenwert der analytischen Techniken zur geschichtlichen Einordnung unserer Kulturgüter.

Erster GDCh-Preis

In seinem Vortrag kündigt er darüber hinaus die diesjährigen GDCh-Preisträger an. So wird an Dr. Jens Künnemeyer der neue Eberhard-Gerstel-Preis verliehen. Prof. Dr. Rudolf Kaiser erhält die Clemens-Winkler-Medaille für sein Lebenswerk und Junior-Professorin Janina Kneipp wird für Ihre Arbeiten den Bunse-Kirchhoff-Preis verliehen.

Prof. Dr. Zimmermann geht detailliert auf eines der Highlight-Themen ein: Feinstäube und deren Auswirkungen auf den Menschen. So könnten mittlerweile zwar mehrere tausend organische Inhaltstoffe der Aerosole in der Luft separiert und erkannt werden, „es gibt jedoch eine sehr große Menge an Polymeren und biologischem Material, das unbekannt oder nicht trennbar ist.“ Das tägliche Monitoring von Marker-Substanzen in der Luft und ihre Korrelation mit medizinischen Daten liessen wichtige Rückschlüsse zu. Auch scheinbar positive Trends, wie das verstärkte Heizen mit Holz-Brennstoffen sei aus Sicht der Forscher kritisch zu untersuchen.

Einen weniger krtitischen Blick richtet Sven Behrens, Geschäftsführer des Verbandes Spectaris, in die wirtschaftliche Zukunft der Branche. Obwohl seine Verbandsmitglieder aufgrund der Krise unter die sechs Milliarden Euro Umsatzgrenze geruscht sind, blickt er optimistisch in die nahe Zukunft: „Wir werden das was wir im letzten Jahr verloren haben, wieder hereinholen und werden wohl auch wieder über sechs Milliarden Euro Umsatz liegen. Auch werden wir wieder näher an die 35.000 Mitarbeiter-Grenze herankommen.“ Den wachsenden Stellenwert der Branche am Standort Deutschland trägt auch sein eigener Verband Rechnung. So hat Spectaris im Februar einen eigenen Fachverband Analysen-, Bio- und Labortechnik gegründet. Mit den Empfehlungen sich die Themen Prozessanalytik und Miniaturisierung der Analytik (Stichwort Lab-on-Chip) sowie die Integration von Laborsoftware in IT-Landschaften näher anzusehen, endet er seine Begrüßung zur Analytica 2010.

(ID:341146)