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Hygienische optische Tauchsonden In den Prozess eintauchen – Effizientere Prozesse durch PAT

| Autor: Wolfgang Ernhofer

Kostengünstige und effiziente Prozessüberwachung sowie -steuerung sind entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Der Trend geht zur Prozessanalysenmesstechnik – und das nicht ohne Grund.

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Mithilfe von Tauchsonden lassen sich Spektrometer einfach in den Prozess integrieren.
Mithilfe von Tauchsonden lassen sich Spektrometer einfach in den Prozess integrieren.
(Bild: Hellma Analytics)

Zeit ist Geld, lautet ein altes Sprichwort. Das gilt besonders im laufenden Produktionsprozess. Denn falls die Prozessparameter nicht so sind, wie sie sein sollten, verursacht jede Minute, die zu spät gehandelt wird, hohe Kosten. Das Gleiche gilt auch für die Qualitätssicherung: Je schneller die Ergebnisse vorliegen, desto eher kann der Operator reagieren und regulieren. Die Geschwindigkeit beeinflusst damit maßgeblich die Produktqualität sowie den Ressourceneinsatz.

Gängige Methoden zur Prozesskontrolle sind die manuelle oder automatische Probenahme. Dabei werden dem Produktstrom – z.B. am Reaktor oder Mischbehälter – in vorgeschriebenen Zeitabständen kleine Mengen des Zwischenprodukts entnommen und im Labor untersucht. Nach der Analyse lässt sich genaueres über den laufenden Prozess aussagen. Diese Vorgehensweise entspreche aber größtenteils nicht mehr der Realität und den Anforderungen in der Prozessindustrie, weil so eine aktive Steuerung schlecht möglich sei, berichtet Dr. Oliver Mandal von Hellma Analytics.

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Der Produktmanager für Faseroptische Systeme und studierte Chemiker hat Erfahrungen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie gesammelt, bevor er auf die Ausrüsterseite gewechselt ist. Als Experte für Online-NIR-Spektroskopie weiß er sehr gut um die Anforderungen in modernen Produktionsprozessen. Die Produktion muss ständig überwacht, ständig im grünen Bereich und kontinuierlich steuerbar sein.

Trendthema PAT

Genau hier kommt die Prozessanalysentechnik (PAT) ins Spiel. Sie sorgt dafür, dass der Prozess nicht erst nach einer eventuell unrepräsentativen Probe und entsprechender Wartezeit auf das Analysenergebnis reguliert werden kann. „Und dabei spielen, im Vergleich zur klassischen Probenahme, Verfälschungen und Verunreinigungen auf dem Weg aus der Produktion ins Labor keine Rolle“, betont Mandal die Vorzüge der Online-Analytik.

Wie relevant und aktuell das Thema Prozessanalytik ist, hat auch die Wahl zum Fokus-Thema auf der diesjährigen Achema gezeigt. Und auch auf der Namur Hauptsitzung in Bad Neuenahr werden mit großer Sicherheit Anwendungsmöglichkeiten von PAT unter dem Motto „Smarte Sensorik“ diskutiert werden. Sie gelten als weiterer Schritt hin zur Produktion unter dem Credo „Industrie 4.0“.

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