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1. Pumpen- und Schüttgutforum 2010

Industriepumpen im Wettstreit: Verdrängerpumpen werden immer noch vielfach unterschätzt

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Im Pumpen-Forum lautete die Frage: Wie wähle ich für ein bestimmtes Medium oder eine bestimmte Förderaufgabe die richtige Pumpe aus? Aufgezeigt wurden dazu die Vorteile wie auch Einsatzgrenzen der verschiedenen Pumpen-Bauarten. (Bild: PROCESS)
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Im Pumpen-Forum lautete die Frage: Wie wähle ich für ein bestimmtes Medium oder eine bestimmte Förderaufgabe die richtige Pumpe aus? Aufgezeigt wurden dazu die Vorteile wie auch Einsatzgrenzen der verschiedenen Pumpen-Bauarten. (Bild: PROCESS)

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Rund 90 Teilnehmer fanden am 20./21. Oktober den Weg auf die Festung Marienberg in Würzburg zum 1. Pumpen- und Schüttgutforum. Mit der Veranstaltung bündelten die beiden Fachmedien PROCESS und Schüttgut erstmals ihre Synergien und brachten Anwender, Hersteller sowie Planer und Anlagenbauer miteinander ins Gespräch.

Schüttgut und Pumpen – passt das zusammen? In vielen Dingen durchaus – beispielsweise bei Themen wie Maschinenrichtlinie, Energieeffizienz und Explosionsschutz, denen auf dem 1. Pumpen- und Schüttgutforum entsprechend ein gemeinsamer Programmblock gewidmet war. Vergleichbar ist im Grunde auch die Herangehensweise zum Auffinden der besten Lösung. Im Pumpen-Forum lautete die Frage: Wie wähle ich für ein bestimmtes Medium oder eine bestimmte Förderaufgabe die richtige Pumpe aus? Aufgezeigt wurden dazu die Vorteile wie auch Einsatzgrenzen der verschiedenen Pumpen-Bauarten. Auch die Wellendichtung und der Werkstoff kamen nicht zu kurz.

Wie schon in den bewährten und bekannten PROCESS-Pumpenseminaren – Vorgänger des Pumpenforums, gab als Moderator Dr. Friedrich-Wilhelm Hennecke, ehemals Leiter des Pumpenzentrums der BASF, den roten Faden vor: Jeder Referent möge sich bitte nicht primär als Repräsentant seines Unternehmens verstehen, sondern als Vertreter der betreffenden Pumpen-Bauart. In dieser Rolle erwarte man selbstverständlich auch Hinweise zu Einsatzgrenzen. Mit dieser Vorgabe verliefen auch die Diskussionen erfreulich unaufgeregt und ausgesprochen objektiv. Kein Vergleich zu anderen Veranstaltungen dieser Art!

Die EuP klopft an die Tür

„Energieeffizienz von Pumpen und Fördersystemen – Chancen für Anlagenbetreiber und Hersteller“, lautete das Thema von Gerhard Berge (KSB) im gemeinsamen Programmblock.

Auf europäischer Ebene laufen seit 2005 unter dem Begriff EuP (Energy using Products) Gesetzgebungsverfahren zur drastischen Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch Minimierung des elektrischen Stromverbrauchs. Mit der Bezeichnung „Energy related Products“ wurden die im Fokus stehenden Produkte erweitert (ErP Direktive 2009/125/EC). Unter die Verordnungen fallen neben Elektromotoren und Ventilatoren auch Kreiselpumpen wie z.B. Heizungs- und Wasserpumpen; weitere Pumpenausführungen sind angedacht (Schwimmbad- und Abwasserpumpen). Für Elektromotore gilt:

  • Ab 16. Juni 2011 müssen Motore mindestens das Effizienzniveau IE2 erreichen.
  • Ab 1. Januar 2015 müssen Motore mit einer Nennausgangsleistung 7,5 –375 kW mindestens das Effizienzniveau IE3 erreichen oder IE2 entsprechen und mit einer Drehzahlregelung ausgestattet sein.
  • Ab 1. Januar 2017 müssen alle Motore mit einer Nennausgangsleistung 0,75 bis 375 kW mindestens das Effizienzniveau IE3 erreichen oder IE2 entsprechen und mit einer Drehzahlregelung ausgestattet sein.
Ergänzendes zum Thema
 
Exkurs: Wie sind Spaltrohrmotor (SMP)- und Magnetkupplungspumpen (MKP) einzuschätzen?

Übrigens: Verantwortung für „IE2 plus Drehzahlregelung“ hat der Inbetriebnehmer!

Die neue Maschinenrichtlinie und aktuelle Richtlinien im Explosionsschutz

Im gemeinsamen Programmblock berichtete zudem Dr. Norbert Kastrup (KSB) über den „Einfluss der neuen Maschinenrichtlinie auf Pumpen und andere Maschinen“. Über die aktuellen Richtlinien und Vorschriften im industriellen Explosionsschutz referierte Jens Hötger (DMT). Was Betreiber wie Hersteller umtreiben wird: Die EU-Gesetzgebung macht mehr denn je Vorgaben, fordert zudem eine immer ausführlichere Dokumentation (und die auch noch in der Landessprache).

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